Mitteilungen des Universitätsarchivs




15.10.2001

Hinweise zu den Aufbewahrungsfristen von Zwischenprüfungsunterlagen


Obwohl die Unterlagen von Zwischenprüfungen nicht zum Archivgut im Sinne des niedersächsischen Archivgesetzen gehören, wird das Universitätsarchiv von den betroffenen Instituten und Seminaren immer wieder mit Fragen zu den rechtsverbindlichen Aufbewahrungsfristen dieser Schriftgutkategorie befaßt. Eine besondere Rolle spielen dabei die Zwischenprüfungsklausuren, die von der Menge her den größten Anteil der Unterlagen ausmachen.

Hierzu möchte ich klarstellen: Einschlägig für die Aufbewahrungsfristen ist der Runderlaß des niedersächsischen MWK vom 9.2.1981 (Nds. Ministerialblatt Nr. 11/1981, S. 291). Die entsprechenden Vorschriften sind auch im Verwaltungshandbuch der Universität Göttingen zusammengefaßt (A 7), das im Internet über die Homepage der Universität zugänglich ist.

Demnach sind von den Prüfungsunterlagen der Diplom- und Magisterprüfungen sowie der betreffenden Vor- bzw. Zwischenprüfungen die Anträge auf Zulassung, die Prüfungszeugnisse, die Urkunden und - bei Nichtbestehen - eine Übersicht über die Prüfungsergebnisse und der entsprechende Bescheid an die Betroffenen für 50 Jahre aufzubewahren.

Alle übrigen Prüfungsunterlagen müssen nur ein Jahr aufbewahrt werden. Dazu gehören auch die Zwischenprüfungsklausuren, die nach einem Jahr vernichtet werden können, es sei denn, gegen die Prüfungsentscheidung wurde Widerspruch erhoben und das Rechtsmittelverfahren ist noch nicht abgeschlossen.

gez. Dr. Ulrich Hunger
Archivleiter


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