Hebammenschule
Hebamme
Seit der Gründung der Universitäts-Frauenklinik Göttingen 1751 werden hier Hebammen systematisch ausgebildet.
Vorher hatte es nur die Möglichkeit gegeben, beim Stadtphysikus oder einer vereidigten Hebamme geburtshilfliche Erfahrungen zu sammeln.
Im 1791 erbauten Accouchierhaus wurden jeweils acht Schülerinnen unterrichtet. Bei Friedrich Benjamin Osiander erlernten sie die „Hebammenkunst“ ohne instrumentelle Hilfe: z.B. den Dammschutz, die Beseitigung einer Nabelschnurumschlingung und das vorsichtige Aufdehnen des Muttermundes.
1844 wurden landesweite Aufnahmebedingungen für Hebammenschülerinnen erlassen. Voraussetzung für die Zulassung waren: freiwillige Berufswahl, klarer Verstand, Alter unter 36 Jahren, Lese- und Schreibfähigkeit, Gesundheit und moralische Eignung, es durfte keine Schwangerschaft bestehen.
In der 1894 neu erbauten Frauenklinik fand die nur wenige Monate dauernde Ausbildung bereits in mehreren Kursen statt, seit 1984 beträgt die Ausbildungsdauer 3 Jahre. |
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