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Konsortium familiärer Brust- und Eierstockkrebs

Seit mehr als 10 Jahren bietet die Frauenklinik zusammen mit dem Institut für Humangenetik der Universitätsmedizin Göttingen eine Risikosprechstunde für Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf ein familiäres Risiko für eine Tumorerkrankung an. Die erfolgreiche Arbeit von Frau Dr. Ulrike Engel (Humangenetik), Frau Dr. Monika Sander (Frauenklinik, Brustzentrum) und Frau Gerda Lücke, MA, (Psychologin, Frauenklinik) zeigt sich nicht nur in ständig steigenden Beratungs- und Untersuchungszahlen, sie wurde jetzt auch honoriert durch die Aufnahme in das Deutsche Konsortium familiärer Brust- und Eierstockkrebs.

Um Risikofamilien mit erblich bedingtem Brust- und Eierstockkrebs zu helfen, hat die Deutsche Krebshilfe 1996, nachdem die Brustkrebs-Gene BRCA-1 und BRCA-2 entdeckt worden waren, das Verbundprojekt „Familiärer Brust- und Eierstockkrebs“ ins Leben gerufen. In bundesweit zunächst 12, seit 2011 15 spezialisierten universitären Zentren werden seitdem Rat suchende Frauen und ihre Familien beraten, betreut und begleitet. Das Verbundprojekt zeichnet sich vor allem durch die vernetzte Zusammenarbeit von Experten unterschiedlicher Fachrichtungen aus: Frauenärzte, Human- und Molekulargenetiker sowie Psychologen arbeiten eng zusammen und betreuen die Familien nach einem bundesweit einheitlichem Konzept.

Das Leistungsspektrum der Zentren umfaßt:

  • Klärung des individuellen Erkrankungsrisikos
  • Beratung zum Thema Gentest, ggf Durchführung eines Gentests
  • Intensivierte Früherkennung bei bestätigter familiärer Anlage
  • Durchführung vorbeugender Maßnahmen zur Reduktion des Erkrankungsrisikos
  • Studien im Bereich „Genetischer Brust- und Eierstockkrebs“
  • Psychologische Begleitung

Die Kosten für die Behandlung an einem der Zentren werden derzeit im Rahmen eines Versorgungsvertrages von den meisten Kostenträgern übernommen.

Anmeldung zur Tumorrisikosprechstunde: Telefon 05 51 / 39 - 65 60 oder Telefon 05 51 / 39 - 75 91.

Bestellen Sie unseren kostenfreien Flyer zur Risikosprechstunde
Telefon 05 51 / 39 - 65 26,
oder laden Sie unseren Flyer als PDF-Datei zum Ausdrucken herunter: Interdisziplinäre Tumorrisikosprechstunde.pdf

Link zur Deutschen Krebshilfe

Link zum BRCA-Netzwerk

Das BRCA-Netzwerk – Hilfe für Familien mit erblichem Brust- und Eierstockkrebs

Von den vielen Brust- und Eierstockkrebserkrankungen sind bis zu 10 Prozent auf genetische Veränderung in den so genannten BRCA-Genen (BReast CAncer engl. Brustkrebs) zurück zu führen. Eine solche Mutation kann an die Nachkommen vererbt werden, so dass Krebs in den Familien gehäuft vorkommt. Zudem erkranken auch sehr junge Frauen. Eine Krebserkrankung zu bewältigen ist immer schwer. Die Diagnose einer erblich bedingten Krebserkrankung führt zusätzlich zu besonderen Belastungen.

Medizinische Anlaufstelle für Risikofamilien sind spezialisierte Zentren, wie das am Brustzentrum der Universitäts-Frauenklinik in Göttingen. Diese Zentren befassen sich mit der Erforschung und Behandlung des erblich bedingten Erkrankungsrisikos und der auftretenden Erkrankungen.

Um in dieser besonderen Thematik weitergehende Hilfe zu realisieren, hat sich das BRCA-Netzwerk als Vertretung selbst Betroffener gegründet. Unter www.brca-netzwerk ist ein Internetangebot mit aktuellen Informationen und Ansprechpartnern online. Des Weiteren wird der Aufbau von Gesprächskreisen vor Ort unterstützt, die persönlichen Austausch im geschützten Rahmen anbieten.



ABTEILUNG GYNÄKOLOGIE UND GEBURTSHILFE DER UNIVERSITÄTSMEDIZIN GÖTTINGEN