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Ultraschalltechnik
B-Bild, Duplex-Sonographie, farbkodierte Duplex-Sonographie, 3D-Farbdoppler, Kontrastmittelsonographie in der Tumordiagnostik, Kontrastmittelsonographie zur Darstellung von Gebärmutterhöhle und Eileiter, Ultraschall-geleitete Punktionsverfahren
Pränatale Diagnostik
Während der Schwangerschaft werden von den Mutterschaftsrichtlinien 3 Ultraschalluntersuchungen vorgesehen. Ultraschall gehört seit 15 Jahren zum Standard der Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen. Ultraschall verbessert die klinische Überwachung von Mutter und Kind in der Schwangerschaft. Viele diagnostische und therapeutisch invasive Verfahren wurden zwischenzeitlich eingeführt. Informationen, die durch pränatale Diagnostiken gewonnen werden, sind unerläßlich für die Bewertung einer Reihe geburtshilflicher Probleme wie Wachstumsstörungen, vaginale Blutungen, Plazentainsuffizienz, Mehrlingsschwangerschaften und angeborene Fehlbildungen.Ultraschall in der Schwangerschaft kann bei den heute gültigen Anwendungsstandards als völlig unbedenklich für Mutter und Kind angesehen werden.
Bei Schwangeren ohne spezielle Risiken werden 3 Ultraschalluntersuchungen für ausreichend erachtet:
- 8. bis 12. Schwangerschaftswoche
- 19. bis 22. Schwangerschaftswoche
- 28. bis 32. Schwangerschaftswoche
Neben der Bestimmung des Schwangerschaftsalters, der Kontrolle der körperlichen Entwicklung des Feten und dem Erkennen von Mehrlingsschwangerschaften dienen die Ultraschalluntersuchungen der Suche nach fetalen Fehlbildungen. Eine weiter entwickelte Ultraschalltechnik, der sogenannte Doppler-Ultraschall, liefert darüber hinaus Berechnungen für die Strömungsgeschwindigkeiten in den Gefäßen der Mutter und des Ungeborenen. So können z. B. Aussagen getroffen werden, ob das Kind genug mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt ist und ob das Herz normal arbeitet. Bei der sogenannten farbkodierten Duplex-Sonographie kann man außerdem in den Gefäßen oder in dem Herzen den Blutfluß farbig markiert darstellen, wobei besondere Fragestellungen - wie Stenosen oder Shunts - bei der Beurteilung des Herz-Kreislauf-Systems leichter zu beantworten sind.
Neben auffälligen Ultraschallbefunden können u. a. folgende Indikationen eine invasive pränatale Diagnostik notwendig machen:
- Alter der Schwangeren
- familiäre Chromosomenanomalien / Stoffwechseldefekte
- auffälliger Triple-Test
Sämtliche Methoden der pränatalen Diagnostik stehen in unserem Zentrum zur Verfügung:
- Amniozentese
- CVSI/II (Chorionzottenbiopsie, transzervikal/abdominal)
- Cordozentese (Gewinnung von Fetalblut)
Neben der pränatalen Diagnostik können auch alle notwendigen therapeutischen Maßnahmen, wie Amnionauffüllungen, Transfusionen oder fetale Medikamentenbehandlung durchgeführt werden.
Die enge Zusammenarbeit mit der Humangenetik, der Kinderklinik, der Kinderkardiologie, der Kinderchirurgie, Urologie und der Abteilung Transfusionsmedizin erlaubt die koordinierte optimale Überwachung und die Therapie desKindes vor und nach der Geburt.
Sonographie in der Gynäkologie
Die Voraussetzungen für Ultraschalldiagnostik in der Gynäkologie sind durch eine Reihe technischer Neuentwicklungen in den letzten Jahrenerheblich verbessert worden. Hohe Bildauflösung der Geräte, neue Sonden sowie die Anwendung von Dopplertechnik, farbkodierter Duplexsonographie, 3-D-Ultraschall- und Ultraschallkontrastmittel haben hierzu beigetragen.
Ältere Techniken wie die Abdominalsonographie, sind in der gynäkologischen Diagnostik zwar in den Hintergrund getreten, haben aber weiterhin einen Indikationsbereich. In unserer Abteilung stehen sämtliche diagnostischeMöglichkeiten zur Verfügung. Neben den zyklischen Veränderungen in der Gebärmutter und in den Eierstöcken werden sämtliche gut- und bösartigen Veränderungen am weiblichen Genitale untersucht. Außerdem werden Oberbauchsonographie und Dopplersonographie in der Gefäßdiagnostik durchgeführt. Als Schwerpunkt unserer Abteilung ist u.a. die farbdopplersonographische Beurteilung in Kombination mit der dreidimensionalen Darstellung der Gefäßarchitektur in Tumoren zu nennen. Neue Ultraschalltechniken wie die transvaginale Darstellung der Gebärmutterhöhle und der Eileiter mittels Kontrastmittelinjektion und die Anwendung ultraschallkontrolliert und ultraschallgeleiteter Punktionsverfahren gehören inzwischen zur Routinediagnostik.
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