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Rebekka Habermas

Wintersemester 2013/14

Rebekka Habermas wird im Wintersemester 2013/14 von Prof. Dr. Isabel Richter vertreten.

Lehrveranstaltungen von PD Dr. Isabel Richter:

Forschungskolloquium: 

Forschungskolloquium des Lehrstuhls,
Di. 18:00-20:00 Uhr, KWZ 0.608

Der Kolloquiumsplan ist hier zu finden.

Vorlesungen

Kulturgeschichte des Todes in der westeuropäischen Neuzeit

PD Dr. Isabel Richter
Mo. 14:00–16:00 Uhr, PH20, Beginn 21.10.13

Seitdem der französische Historiker Philippe Ariès die Geschichte des Todes Mitte der 1970er Jahre in die Geschichtswissenschaft einführte, hat sich dieses Sujet als wesentliches Thema der Kulturgeschichte und der Historischen Anthropologie etabliert. Die Kulturgeschichte des Todes thematisiert Einstellungen zu
Vergänglichkeit, Sterben und Tod. Die Vorlesung bietet einen Überblick über zentrale historische Themen, Ereignisse und Kontexte in Westeuropa vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Sie wird Themen vorstellen wie die Entwicklung von Bestattungsritualen als Kulturtechniken, die Interpretation von Selbstzeugnissen, die materielle Kultur des Todes, die Geschichte des Suizids, die Kulturgeschichte der Todesfeststellung und die These vom "verdrängten Tod". Darüber hinaus werden die Bedeutung des Mediums Fotografie für die Kulturgeschichte des Todes im Zentrum der Vorlesung stehen sowie das Thema Sterbetourismus, die Sterbehilfe-Debatte im 20. Jahrhundert und nicht zuletzt der These von der neuen Sichtbarkeit des Todes im späten 20. Jahrhundert.

Transkontinentale Europäische Geschichte in der Moderne - Einführungsvorlesung

PD Dr. Isabel Richter, Prof. Dr. Dirk Schumann, Prof. Dr. Stefan Haas, Prof. Dr. Petra  Terhoeven
Mi. 16:00-18:00 Uhr, ZHG 103, Beginn 23.10.2013

Die Vorlesung ist als Einführung in den neuen Studienschwerpunkt 'Transkontinentale Europäische Geschichte in der Moderne" gedacht, kann aber auch im Rahmen des allgemeinen Geschichtsstudiums als neuzeitliche Vorlesung belegt werden. Im Anschluss an eine Erörterung theoretischer, methodischer und konzeptioneller Grundfragen soll ein im Wesentlichen chronologisch angelegter Überblick über die wichtigsten Themen und Probleme einer Geschichte der deutschen und europäischen Gesellschaften jenseits nationaler Deutungskategorien informieren. Dabei geht es nicht um die Entfaltung einer auf 'Fakten" gestützten Geschichtserzählung, sondern um die Präsentation und kritische Diskussion der von der jüngeren Forschung identifizierten Kernprobleme einer Geschichte Europas seit dem
ausgehenden 18. Jahrhundert, die transkontinentale und globale Kontexte mitberücksichtigt.
Angesprochen werden u.a.:
Themen und Methoden einer transnationalen und transkontinentalen Geschichtsschreibung: Vergleich, Transfer, Verflechtung; Kolonialismus, Imperialismus, Dekolonisierung; Weltkriege, Zwischenkriegszeit und globaler Einflussverlust Europas; Kalter Krieg, Europäische  Integration, Liberalisierung, Globalisierung und Ende der europäischen Nachkriegsordnung.

Seminare

Tagebuch- und Briefkultur im späten 18. und im 19. Jahrhundert

PD Dr. Isabel Richter
Di. 16:00–18:00 Uhr, VG 2.103, Beginn 22.10.13

Die Geschichte der Individualität und Subjektivität lässt sich anhand vieler Quellen der Neuzeit nachzeichnen. Im

Zentrum des Seminars stehen Tagebücher und Briefe aus dem 19. Jahrhundert als Selbstzeugnisse. Während die Briefkultur im 19. Jahrhundert vor allem Themenfelder wie den geselligen Austausch, schriftliche Gesprächskultur, auch den politischen Dialog in gebildeten Kreisen berührt und damit bildungsbürgerliche Selbstverständigung fokussiert, sind Introspektion und Selbstreflexion zentrale Themen der Tagebuchkultur seit der Mitte des 18. Jahrhunderts. Nach einer Einführung in die Selbstzeugnisforschung widmet sich das Seminar zunächst
kulturhistorischen Kontexten (Geselligkeit, Geschichte des Lesens und Schreibens, Individualisierungsprozessen seit dem späten 18. Jahrhundert). Im Mittelpunkt stehen danach die Quellen selbst und die Frage nach konkreten
Interpretationsmöglichkeiten, die im Seminar erarbeitet werden sollen. In diesem Seminarteil werden sowohl Tagebücher von Männern und Frauen aus dem 19. Jahrhundert vorgestellt als auch ein Ausschnitt aus dem Spektrum der Briefkultur (Brautbriefe, Feldpostbriefe, Briefe aus der Arbeiterbewegung und der Frauenbewegung).

Einführende Literatur:

Visual History. Fotografie im langen 19. Jahrhundert

PD Dr. Isabel Richter
Mi. 12:00–14:00 Uhr, KWZ 0.603, Beginn 23.10.13


Das Seminar wird sich mit der Frühgeschichte der Fotografie im 19. Jahrhundert und der zentralen Frage befassen, in welcher Weise frühe Fotografien kulturelles Wissen produzieren und strukturieren. Geplant sind vier Arbeitsblöcke: Nach einer Einführung in die (Technik)Geschichte und den Prozess der Erfindung und Etablierung der Fotografie als "neuem visuellen Medium" im 19. Jahrhundert, soll es im zweiten Arbeitsschritt um zeitgenössische Deutungen der Fotografie sowie theoretische Reflexionen zur Medialität der Fotografie gehen. Die dritte Arbeitsphase wird
sich zentralen Sujets der frühen Fotografie und der Interpretation und Analyse dieser Sujets an konkreten Fotografie-Beispielen widmen (Landschafts- und Architekturaufnahmen, Familienbilder, Postmortem-Fotografien,
Tatort/Fahndungsfotografie, erotische Fotografie, Geisterfotografie, Aufnahmen aus außereuropäischen Kulturen). Im letzten Themenblock des Seminars werden die Diskussion des spezifischen Beitrags sowie die kritische Evaluierung der
bearbeiteten Quellen für visuelle Kultur/en und Kulturgeschichte/n im 19. Jahrhundert im Mittelpunkt stehen. 

Einführende Literatur: