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Rebekka Habermas

Wintersemester 2013/14

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2014

1. Seminare
2. Forschungskolloquium

1. Seminare:

Die Kolonialschule Witzenhausen. Kolonial-, Bildungs- und Wissensgeschichte lokal und global (Aufbauseminar 4500802)

Prof. Dr. Rebekka Habermas
Mo. 10:00–12:00 Uhr, KWZ 1.731

Im Mittelpunkt des Seminars steht die Kolonialschule Witzenhausen, die kaum 30 km entfernt von Göttingen zu Ende des 19. Jahrhunderts gegründet wurde, um junge Männer und für kurze zeit auch Frauen für die Kolonien auszubilden. Neben dem später gegründeten Hamburger Kolonialinstitut war das in Deutschland die zentrale Ausbildungsstätte für die Kolonien. Vergleichbare Einrichtungen gab es auch in Frankreich, Belgien und England.  Das Seminar wird vor Ort in Witzenhausen und anhand des dort gesammelten Quellenmaterials der Frage nachgehen, wer hier wie ausgebildet wurde, und welche Vorstellungen von den Kolonien mit welchen Intentionen vermittelt wurden.  Überdies soll weitergehend, u.a. anhand von Quellenmaterial der Göttinger Universität, welche ihrerseits Seminare für die Kolonialschule anbot, gefragt werden, welche Wissenschaften wie in die koloniale Ausbildung involviert waren und vice versa, wie welche Wissenschaften von den Kolonien profitierten. Schließlich soll der deutsche Fall im Vergleich mit anderen europäischen Ausbildungsinstituten für die Kolonien verglichen werden. Erwartet wird die Bereitschaft mit gedruckten und (nach eingehenden Leseübungen) auch mit handschriftlichen Quellen zu arbeiten.

Einführende Literatur:

 

Säkularisierung und Revitalisierung des religiösen im langen 19. Jahrhundert – eine globale Perspektive (Masterseminar 4500838)

Prof. Dr. Rebekka Habermas
Di. 10.00 – 12.00 Uhr, KWZ 0.606

Seit längerem schon hat sich die geschichtswissenschaftliche Forschung von der Vorstellung verabschiedet, dass mit der Moderne und verstärkt seit dem 19. Jahrhundert Religion an Bedeutung verloren hat. Mittlerweile wird immer deutlicher, dass sich gerade in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts widersprüchliche Entwicklungen beobachten lassen: einerseits nehmen Wallfahrten zu, Missionen explodieren im Aussereuropäischen geradezu und die Anzahl von Marienerscheinungen vervielfachen sich, andererseits beginnen verstärkt um 1900 Menschen in Europa weniger in die Kirche zu gehen oder gar aus der Kirche auszutreten. Dann wiederum entstehen verstärkt neue religiöse Bewegungen, manche kommen von Übersee, wie die Mormonen. Das Seminar geht diesen religiösen Bewegungen, wie sie im öffentlichen und privaten Raum entstehen, im Kaiserreich und seinen Kolonien nach und fragt auch danach, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen protestantischen und katholischen Regionen, zwischen Bürgertum und Arbeiterbewegung und Adel wie zwischen Männern und Frauen zu beobachten sind. 

2. Kolloquium: 

Forschungskolloquium des Lehrstuhls (Kolloquium 457715)
Di. 18:00-20:00 Uhr, Raum wird noch bekannt gegeben
 

Im Rahmen des Kolloquiums werden  Bachelor und Master- wie Doktorarbeiten sowie laufende Forschungsarbeiten der Neueren Geschichte vorgestellt und diskutiert. Überdies sollen wichtige Neuerscheinungen aus dem Bereich der Kulturgeschichte vorgestellt werden. Insbesondere Studierende in den Abschlusssemestern bzw. der Prüfungsphase sind hoch willkommen, um im Rahmen dieses Seminars eigene und fremde Forschungsarbeiten zu debattieren.