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Rebekka Habermas

Sommersemester 2014

Rebekka Habermas wird bis Juli 2014 von Prof. Dr. Isabel Richter vertreten.

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2014

1. Seminare
2. Forschungskolloquium

1. Seminare:

Die bürgerliche Frauenbewegung im 19. Jahrhundert im internationalen Vergleich

PD Dr. Isabel Richter
Mo. 16:00–18:00 Uhr, KWZ 0.602, Beginn 28.04.14

Das Seminar wird einen Überblick geben über Konstituierung, zentrale Akteur/innen Organisationsformen und Netzwerke der bürgerlichen Frauenbewegung in Deutschland im 19. Jahrhundert. Zentrale Ziele und Themen wie Frauenbildung und Berufschancen, politische Organisationsstrategien, die Frage nach politischer Gleichberechtigung (u.a. in der Frauenwahlrechtsbewegung), Sexualreformdebatten und das Thema Pazifismus in der Frauenbewegung sollen vorgestellt und diskutiert werden. Die Geschichte der deutschen Frauenbewegung im 19. Jahrhundert soll verglichen werden mit Frauenbewegungen in Frankreich, England und den USA. 


Einführende Literatur:

Die Gabe. Zur historischen Anthropologie des Waren-und Gabentauschs in der westeuropäischen Geschichte der Neuzeit

PD Dr. Isabel Richter
Di. 14:00–16:00 Uhr, KWZ 0.602, Beginn 22.04.14

Das Seminar führt in drei Themenblöcken in die Kulturtheorie der Gabe ein. Im ersten Block geht es um eine Einführung und eine Vertiefung der Perspektiven der Historischen Anthropologie sowie der Material Culture Studies. Im Zentrum des zweiten Teils des Seminars steht der klassische Text des französischen Ethnologen Marcel Mauss (1872-1950) "Die Gabe", den Mauss 1923/24 veröffentlichte. Mauss interpretiert dort anhand von Fallbeispielen aus Polynesien, Samoa, Neuseeland und Nordwestamerika Praktiken des Gebens, des Annehmens und Erwiderns als Basis des sozialen Lebens und als Grundprinzipien der Vergesellschaftung. Neben einer intensiven Lektüre und Diskussion dieses Originaltextes soll es um die Frage nach der Bedeutung dieser Kulturtheorie für die Geschichtswissenschaft gehen, das heißt, es soll um die Frage gehen, wie sich dieser ethnologische Text für geschichtswissenschaftliche Analysen produktiv machen lässt. Im dritten Seminarteil wird die Interpretation von Fallbeispielen zum Gaben- und Warentausch aus der europäischen Geschichte der Neuzeit (18. - 20. Jahrhundert) im Zentrum stehen. In diesem letzten Themenblock des Seminars sollen Aspekte behandelt werden, wie etwa die Geschichte alternativer Wirtschaftsweisen, die Ambivalenz sozialer Gesten, Verbindungen zwischen Ethnographie und Geschichtswissenschaft und die Frage, wie sich materielle Kultur (Dinge, Gegenstände) geschichtswissenschaftlich interpretieren lässt. Voraussetzung für diese Veranstaltung ist die Bereitschaft intensiver Textlektüre und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit interdisziplinärem Denken. Gute Englisch- und Französischkenntnisse sind von Vorteil.


Einführende Literatur:

Jugend- und Reformbewegung um 1900

PD Dr. Isabel Richter
Mo. 14:00–16:00 Uhr, KWZ 0.610, Beginn 28.04.14

Das Seminar führt in die verschiedenen Reformbewegungen ein, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts insbesondere von Deutschland und der Schweiz ausgingen. Wie die sich im späten 19. Jahrhundert formierende Jugendbewegung reagierten auch die Protagonist/innen der Lebensreform auf die aus ihrer Sicht negativen Folgen der Umbrucherfahrungen durch die Industrialisierung und Urbanisierung im 19. Jahrhundert. Die Vertreter und Vertreterinnen der Lebensreform setzten sich dagegen ein für eine naturnahe Lebensweise, ökologische Landwirtschaft, Vegetarismus, Reformkleidung, Naturheilkunde und Freikörperkultur. Neben diesen zentralen Themen der Lebensreform um 1900 werden im Seminar auch Siedlungsexperimente wie der Monte Verità und die Gartenstadtbewegung vorgestellt und diskutiert. 

Einführende Literatur:

Rassentheorien im 19. und 20. Jahrhundert

PD Dr. Isabel Richter
Mi. 10:00–12:00 Uhr, KWZ 1.701, Beginn 23.04.14

Im Seminar werden Quellen und wissenschaftliche Texte zur Geschichte des Rassismus gelesen und diskutiert. Im
Zentrum werden Rassentheorien stehen, die im kontinentalen Europa und der angelsächsischen Welt seit Mitte des 19. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Autoren wie Charles Darwin, Arthur de Gobineau, Francis
Galton, Willibald Hentschel, Alfred Rosenberg oder Hans F.K. Günther formuliert wurden.

Einführende Literatur:

2. Kolloquium: 

Forschungskolloquium des Lehrstuhls,
Di. 18:00-20:00 Uhr, KWZ 2.738 (wenn nicht anders angegeben)
 

Der Kolloquiumsplan ist hier zugänglich.