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Sphecidae
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Tracheliodes curvitarsus
 
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Synonyme und andere Namen:
(1) Crabro curvitarsus Herrich-Schäffer, 1841 (Inhaltsblatt und p. 2)
Crossocerus curvitarsus Herrich-Schäffer, 1841 (Inhaltsblatt und p. 2)
(2) Tracheliodes curvitarsis auct. (Falschschreibung)
Crossocerus curvitarsis auct. (Falschschreibung)

Zur Nomenklatur: Gottlieb August Wilhelm Herrich-Schäffer beschreibt diese Art in Heft 179 des von Georg Wolfgang Franz Panzer begonnenen Werkes "Favnae insectorvm Germanicae initia". Die Produktion dieser Hefte verlief für Herrich-Schäffer alles andere als reibungslos, wie in der ausführlichen Arbeit von Nagel und Grieder (2019) nachgelesen werden kann. Die Hefte sind damals in Teilen publiziert worden: die Texte auf sog. "Bögen", die nicht fortlaufend sondern "nach Tiergruppe" paginiert waren, die Tafeln lose und ohne Paginierung, und dazu kartonierte Inhaltsblätter, die wohl helfen sollten, den Überblick über jedes Heft zu behalten, jedoch auch nicht in allen Fällen weiterhalfen. Laut Inhaltsblatt ist das Heft im April 1841 erschienen, nach Nagel und Grieder (2019) könnten Teile des Heftes jedoch bereits im Februar 1841 publiziert worden sein. Laut der Inhaltsübersicht des 179. Heftes enthält es u. a. den ersten Bogen der "Auseinandersetzung der Gattung Crabro Jur." und die Tafeln 13-24. Die Tafel 19 stellt dabei laut Inhaltsübersicht "Crossocerus curvitarsus mihi foem." dar. Der Text dieses ersten Crabro-Bogens besteht aus 16 paginierten Seiten (erste Seite unpaginiert, aber mit dem Hinweis "179. 11-24.", die anderen Seiten paginiert von 2 bis 16), die jedoch keine Beschreibung von "Crossocerus curvitarsus" enthalten; der Name wird lediglich als "Cross. curvitarsus" auf Seite 2 erwähnt. Eine weitere Erwähnung der neuen Art erfolgt dann erst in Heft 181 (p. 49), und eine kurze Beschreibung des Weibchens (innerhalb eines Bestimmungsschlüssels) folgt in Heft 181 auf Seite 51. Trotzdem genügt die Namensgebung in Heft 179 auf dem Inhaltsblatt und auf Seite 2 in Verbindung mit der Abbildung auf Tafel 19 bereits für eine gültige Artbeschreibung (Article 12.2.7. des Code of Zoological Nomenclature). Problematisch ist daher weniger die Frage nach der Gültigkeit der Artbeschreibung, sondern die Frage nach der Originalkombination. Herrich-Schäffer nennt die Art in beiden Fällen in Heft 179 "Crossocerus curvitarsus", was zumindest formal einem binominalen Namen aus Gattungsname und Art-Epithet entspricht. Auf Seite 5 des ersten Textbogens macht er aber deutlich, dass er Crossocerus (und weitere Taxa) lediglich als Untergattung von Crabro wertet. Somit wäre die Originalkombination "Crabro curvitarsus". Article 11.9.3. des Code of Zoological Nomenclature schreibt vor: "A species-group name must be published in unambiguous combination with a generic name (either explicit, or implicit by context)". Hier haben wir also den unlösbaren Fall, dass beide Alternativen vorliegen: explizit wird der species-group name "curvitarsus" mit "Crossocerus" kombiniert, implizit durch den Kontext jedoch mit "Crabro". Ich zähle deshalb in der Synonym-Liste beide möglichen Originalkombinationen auf.

Quellen und Einzelnachweise
Bitsch J. 2020. Hymenopteres spheciformes d´Europe. Volume 1. Generalites - Heterogynaidae, Ampulicidae, Sphecidae, Crabronidae (1re partie). Faune de France 101. Federation Francaise des Societes de Sciences Naturelles.

Bitsch J. 2021. Hymenopteres spheciformes d´Europe. Volume 2. Systematique (2e partie): Crabroninae, Dinetinae, Eremiaspheciinae, Mellininae. Faune de France 102. Federation Francaise des Societes de Sciences Naturelles.

Blösch M. 2000. Die Grabwespen Deutschlands. Sphecidae s.str., Crabronidae. Lebensweise, Verhalten, Verbreitung. Dahl F (Begründer). Die Tierwelt Deutschlands. 71. Teil. Goecke & Evers, Keltern.

Blösch M. 2012. Grabwespen. Illustrierter Katalog der einheimischen Arten. Westarp Wissenschaften, Hohenwarsleben.

Herrich-Schäffer GAW. 1841a. Favnae insectorvm Germanicae initia. Deutschlands Insecten, herausgegeben von Dr. G. W. F. Panzer, fortgesetzt von Dr. G. A. W. Herrich-Schäffer. Heft 179. Verlag von Manz, Regensburg.

Herrich-Schäffer GAW. 1841b. Favnae insectorvm Germanicae initia. Deutschlands Insecten, herausgegeben von Dr. G. W. F. Panzer, fortgesetzt von Dr. G. A. W. Herrich-Schäffer. Heft 181. Verlag von Manz, Regensburg.

International Commission on Zoological Nomenclature. 1999. International Code of Zoological Nomenclature. Fourth Edition. The International Trust for Zoological Nomenclature, London.

Jacobs HJ. 2007. Die Grabwespen Deutschlands. Ampulicidae, Sphecidae, Crabronidae. Bestimmungsschlüssel. Dahl F (Begründer). Die Tierwelt Deutschlands. 79. Teil. Goecke & Evers, Keltern.

Nagel P, Grieder L. 2019. Herrich‐Schäffer’s Deutschlands Insecten .... (1829–1844), the associate publication of Koch’s Deutschlands Crustaceen ... (1835–1844), and Heft 110 (1823) of Panzer’s Faunae Insectorum Germanicae ... : bibliographic notes and dating. Sherbornia 5, 1-156.

Pagliano G, Negrisolo E. 2005. Hymenoptera Sphecidae. Fauna d´Italia, Volume XL, Calderini, Bologna.

Witt R. 1998. Wespen beobachten, bestimmen. Naturbuch Verlag, Weltbild Verlag, Augsburg.


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