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Lexikon&Morphologie
Phonologie
Syntax
Semantik
Pragmatik
Spracherwerb
Sprachwandel
Kapitel 7
Spracherwerb


Aufgabe 1

Überlegen Sie, mit welchen Voraussetzungen ein Kind in den Spracherwerb einsteigt im Unterschied zu einem Erwachsenen, der eine Fremdsprache lernen will.


Aufgabe 2

Welche Wort- und Silbenstrukturen produziert Hilde? Finden Sie Regularitäten, die den oben beschriebenen entsprechen? Können Sie eine Entwicklung entdecken? Und welche Schlüsse können Sie aus den Beispielen über den Input ziehen, den Hilde von ihren Eltern bekommt?


Aufgabe 3

In den unter (1) genannten Beispielen finden Sie wauwau, das Hilde im Alter von 14 bis 15 Monaten benutzt. Stern/Stern (1928, S. 22) geben den folgenden Kommentar dazu: ‘Zuerst für grauen Stoffhund, darauf für graue Stoffkatze und für kleinen Gummihund. Bald auch zu lebendigen Hunden, seit 1;3 auch beim bloßen Hören von Hundegebell und beim Anblick abgebildeter Hunde.’

Interpretieren Sie dieses Beispiel im Hinblick auf Unter- und Überdehnung.


Aufgabe 4

Überlegen Sie zu den unter (5) genannten Beispielen zutraulich, Nasserei, Plattmacher, Komischheit und Steinmann, wie diese Formen gebildet sind und welche zielsprachlichen Bedingungen möglicherweise nicht beachtet wurden.


Aufgabe 5

In einem wug-Experiment zum Erwerb der Pluralflexion mit dreijährigen Kindern werden neun Wörter verwendet:

Blume, Hund, Brett, Pflaster, Auto, Spert, Kall, Lisch, Piegel.

Das konstruierte Ergebnis sieht wie folgt aus:

Kind 1: Blumen, Hunden, Bretter, Pflaster, Autos, Sperten, Kallen, Lischen, Piegeln. Kind 2: Blumen, Hunde, Bretter, Pflasters, Autos, Sperts, Kalls, Lisch, Piegels. Kind 3: Blumen, Hunde, Bretter, Pflaster, Autos, Sperte, Kalle, Lische, Piegel.

Versuchen Sie, das Ergebnis zu deuten und auf die Pluralsysteme der Kinder zu schließen. Es könnte hilfreich sein, sich das Pluralsystem im Deutschen zunächst zu vergegenwärtigen. Überdenken Sie Ihre Deutung noch einmal, nachdem Sie den Rest des Abschnitts gelesen haben.


Aufgabe 6

a. Berechnen Sie in den Beispielen (7) und (8) jeweils den MLU-Wert.

b. Stellen Sie sich eine Situation vor, in der Sie mit einem fünfjährigen Kind ein Bilderbuch anschauen. Was erwarten Sie in Bezug auf den MLU-Wert der kindlichen Äußerungen?


Aufgabe 7

Schauen Sie sich die Beispielsätze unter (10), (11) und (12) genau an und überprüfen Sie sie hinsichtlich Verbflexion und Verbstellung, sowie hinsichtlich der Auslassung von Subjekten und Artikeln. Beschreiben Sie die grammatischen Fortschritte, die Sie entdecken. Können Sie etwas über Kasusmarkierungen sagen?


Aufgabe 8

Analysieren Sie den kleinen Dialog unter (8) zwischen Meike (1;10) und ihrer Mutter hinsichtlich der Sprechakte, die Meike ausführt.