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Seit einigen
Jahrzehnten ist die Universität Göttingen aktiv, um die über die Stadt
verstreuten Institute im Nordbereich zu konzentrieren.
Das Institut für Geophysik wird im Sommer 2005 sein neues Gebäude dort
beziehen.
Alle historischen Instrumente des Instituts werden den Umzug mitmachen
und das Gauß-Haus wird wohl an seinen ursprünglichen Standort im Garten
der alten Göttinger Sternwarte zurückkehren. Nur die
Wiechert-Seismographen in dem für sie gebauten Erdbebenhaus sind nahezu
immobile Instrumente, die eigentlich nur an ihrem ursprünglichen
Standort ganz richtig funktionieren. Auch wenn die Seismographen für die
aktuelle geophysikalische Forschung kaum noch eine Rolle spielen,
so sind
sie für die Öffentlichkeitsarbeit von großer Bedeutung.
Nicht nur Touristengruppen und Schulkassen finden im alten Erdbebenhaus Wissenschaft
zum Erleben und "Begreifen".
Zudem ist die Göttinger Erdbebenwarte eine von vermutlich nur noch 3
Stationen dieser Art, die seit 100 Jahren in Betrieb sind.
Das
Grundstück mit dem alten Institut gehört nach der
Flurstücksübersicht der Georg-August-Universität Göttingen "zu den nicht
betriebsnotwendigen Flurstücken". Dies bedeutet, dass es von der Übertragung vom Land
Niedersachsen auf die Stiftungsuniversität ausgeschlossen war. Das
niedersächsische Finanzministerium beabsichtigt nun, das Grundstück zu
verkaufen.
Sollte dieser Verkauf ohne Auflagen zum Schutz der auf dem Gelände
befindlichen Erdbebenwarte sowie auch der Mintrop-Kugel erfolgen, so
wäre deren Abriss durch einen
neuen Besitzer sehr wahrscheinlich. Damit würde Göttingen einen
wichtigen Teil seines historischen, naturwissenschaftlichen Erbes
verlieren.
Bitte helfen Sie uns mit
Ihrem Engagement, damit die Wiechertsche Erdbebenwarte nicht im
Dunkel der Geschichte verschwinden, sondern auch zukünftige Generationen
noch in Staunen versetzen wird.
Lesen Sie dazu auch
unsere Forderungen zur Rettung des
Observatoriums.
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