Gebäude 17 Tonnen Pendel Astatischer Horizontalseismograph Vertikalseismograph Mintrop-Kugel

Das Observatorium

Eingang zur Erdbebenwarte am 18. Juli 2004Um zum Erdbebenhaus zu gelangen, muss der Besucher einem schmalen, von stetig ansteigenden Mauern gesäumten Waldweg folgen. Dann steht man vor dem Eingang mit der berühmten Inschrift:

Ferne Kunde bringt Dir der schwankende Fels-:
Deute die Zeichen !

Das 1902 fertig gestellte alte Erdbebenhaus hat  eine nutzbaren Fläche von 65m².  "Es besteht aus einem kleineren Vorraum, einem 40 m² großen Instrumentenraum und (seit 1970) einem Berußungsraum zur Herstellung der Rußpapiere, auf denen die Seismographen die Bodenbewegungen aufzeichnen.

Im Instrumentenraum stehen der astatische Wiechert-Seismograph, das 17-Tonnen-Pendel und der Vertikalseismograph. Die Bodenplatte des Hauses (aus „Stampfbeton") liegt auf anstehendem Muschelkalk etwa 3 m unter der Oberfläche.

Auf der Nord- und Ost-Seite des Erdbebenhauses wurde im Jahr 1925 das so genannte „Neue Erdbebenhaus" gebaut (die Eingangstür ist auf der Abbildung links neben dem Eingang zum Erdbebenhaus erkennbar). In diesem Haus waren weitere im Institut entwickelte Seismographen sowie eine Eichvorrichtung aufgebaut, von denen aber nichts mehr vorhanden ist. Heute dient dies Haus als Abstellraum, in dem sich noch eine Spritzkabine der mechanischen Werkstatt sowie einige historische Geräte befinden ." (nach Schreiber, 2000)

Wenige Meter abseits der eigentlichen Erdbebenwarte sieht der Besucher im Wald ein turmähnliches Gerüst und eine, am Boden liegende, große Stahlkugel. Es handelt sich hierbei um die Mintrop-Kugel. Diese Anordnung diente nicht dazu, Erderschütterungen zu messen, sondern ganz Gegenteil, künstliche Erschütterungen zu erzeugen.