|
Um
zum Erdbebenhaus zu gelangen, muss der Besucher einem schmalen, von
stetig ansteigenden Mauern gesäumten Waldweg folgen. Dann steht man vor
dem Eingang mit der berühmten Inschrift:
Ferne Kunde bringt Dir
der schwankende Fels-:
Deute die Zeichen !
Das 1902 fertig gestellte alte Erdbebenhaus hat
eine nutzbaren Fläche von 65m². "Es besteht aus einem kleineren
Vorraum, einem 40 m² großen Instrumentenraum und (seit 1970)
einem Berußungsraum
zur Herstellung der Rußpapiere, auf denen die Seismographen die
Bodenbewegungen aufzeichnen.
Im Instrumentenraum
stehen der astatische
Wiechert-Seismograph,
das 17-Tonnen-Pendel
und der Vertikalseismograph. Die
Bodenplatte des Hauses (aus „Stampfbeton") liegt auf anstehendem
Muschelkalk etwa 3 m unter der Oberfläche.
Auf der Nord- und
Ost-Seite des Erdbebenhauses wurde im Jahr 1925 das so genannte „Neue
Erdbebenhaus" gebaut (die Eingangstür ist auf der Abbildung links neben
dem Eingang zum Erdbebenhaus erkennbar). In diesem Haus waren weitere im
Institut entwickelte Seismographen sowie eine Eichvorrichtung aufgebaut,
von denen aber nichts mehr vorhanden ist. Heute dient dies Haus als
Abstellraum, in dem sich noch eine Spritzkabine der mechanischen
Werkstatt sowie einige historische Geräte befinden ." (nach
Schreiber, 2000)
Wenige Meter abseits der eigentlichen
Erdbebenwarte sieht der Besucher im Wald ein turmähnliches Gerüst und
eine, am Boden liegende, große Stahlkugel. Es handelt sich hierbei um
die Mintrop-Kugel. Diese Anordnung diente
nicht dazu, Erderschütterungen zu messen, sondern ganz Gegenteil,
künstliche Erschütterungen zu erzeugen.
|