Die Zikadenfauna mitteleuropäischer Binnenland-Sandlebensräume

Zur Zikadenfauna mitteleuropäischer Binnenland-Sandlebensräume*

unter besonderer Berücksichtigung der fränkischen Flugsandgebiete



Hyledelphax elegantula

* Diese Untersuchung wurde gefördert mit Mitteln des Naturschutzprojektes SandAchse Franken.


Zusammenfassung

Sandlebensräume weisen eine charakteristische und hochspezifische Zikadenfauna auf. In Mitteleuropa sind 28 Arten ausschließlich oder größtenteils an derartige Standorte gebunden. Fast alle haben ihren Verbreitungsschwerpunkt in der niederländisch-norddeutsch-polnischen Tiefebene. Die Sandregionen im Binnenland (v.a. Oberrhein, Main- und Regnitzgebiet, Pannonischer Raum) sind im Verhältnis dazu verarmt und weisen nur jeweils rund die Hälfte der Arten auf. Nach den einschlägigen Roten Listen sind rund 90% dieser Arten sowohl in Bayern als auch in Deutschland bestandsgefährdet.

Im Bereich der nördlichen SandAchse wurden 11 auf Sandböden spezialisierte Arten gefunden, wobei aber keine der untersuchten Flächen mehr als 4 davon aufwies. Im genauer untersuchten Flugsandgebiet bei Langensendelbach wurden drei dieser Arten gefunden.

Auf Grund der geringen Flächengröße der verbliebenen Sandbiotope sind die meisten Populationen im Bereich der SandAchse stark gefährdet, da sie oft nur noch geringe Individuenzahlen umfassen, räumlich stark voneinander isoliert sind und nach einem Aussterbeereignis kaum eine Möglichkeit der Wiederbesiedlung besteht. Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass manche Arten nur in Sandgruben zu finden sind. Einerseits stellen diese zwar Lebensräume dar, andererseits gehen viele Standorte durch intensiven Abbau unwiederbringlich verloren. Auch natürliche Sukzession und Rekultivierung verschärfen die Situation mancher Arten.

Um den ganzen Artenbestand dieser sensiblen Insektengruppe - und damit zugleich auch die gesamte Lebensgemeinschaft der Sandbiotope - wirkungsvoll und auf Dauer zu schützen, sind daher mehr und größere Flächen nötig.



1. Einleitung

Zikaden leben in nahezu allen von Pflanzen bestandenen Lebensräumen der tropischen, gemäßigten und sogar polaren Breiten. Das Spektrum der besiedelten Bereiche reicht vom immerfeuchten tropischen Tieflandsregenwald bis in die Halbwüste und die arktische Tundra, von der Ebene bis ins Hochgebirge hinauf, von der Salzwiese, dem Schwimmblattgürtel und dem Hochmoor bis hin zum Trockenrasen, und vom Mineralboden bis in die Baumkronen. Ihre Dichten können insbesondere in gras- und gehölzdominierten Biotopen mehrere 1000 Individuen und mehrere Gramm Trockengewicht pro Quadratmeter betragen. Somit bilden sie eine bedeutsame Komponente vieler Tiergemeinschaften und spielen überdies eine wichtige Rolle als Konsumenten pflanzlicher Biomasse sowie als Nahrungsbestandteil für räuberische Gruppen und Parasitoide. Als Überträger von Virosen und anderen Krankheiten auf Nutzpflanzen können sie insbesondere in wärmeren Ländern auch beträchtliche wirtschaftliche Schäden verursachen. Schließlich sind auch indirekte Effekte auf die Konkurrenzverhältnisse zwischen Pflanzen zu vermuten, was sich möglicherweise auf die Zusammensetzung der Vegetation auswirkt (Denno & Perfect 1994; Nault & Rodriguez 1985; Nickel & Achtziger 1999; Nickel et al. 2002; Remane & Wachmann 1993; Waloff 1980).

Besonders bemerkenswert ist der hohe Anteil von Nährpflanzenspezialisten. Von den rund 510 Arten, die derzeit aus Bayern bekannt sind, sind jeweils rund 1/4 monophag 1. Grades, monophag 2. Grades oder oligophag 1. Grades (mit nur einer einzigen Pflanzenart, Pflanzengattung bzw. Pflanzenfamilie assoziiert). Das verbleibende Viertel ist oligophag 2. Grades oder polyphag, d.h. mit Pflanzenarten weniger oder vieler Familien assoziiert (Nickel & Remane 1996; Nickel 2002a). Zusätzlich zu dieser Nährpflanzenbindung bestehen häufig mehr oder weniger spezielle Ansprüche an das Mikroklima, was dazu führt, dass meist nur ein bestimmter Anteil der im Freiland angetroffenen Nährpflanzenbestände von den jeweiligen Zikadenspezialisten besiedelt sind. Die Kenntnis der Nährpflanzen und der mikroklimatischen Ansprüche erlaubt es, Aussagen über das potenzielle Artenspektrum eines Gebietes zu machen, die anschließend im Freiland an Hand von Aufsammlungen überprüft werden können. Auf diese Weise können Flächen bewertet und miteinander verglichen werden und die Folgen von Managementmaßnahmen vorhergesagt werden.

Im Rahmen des Projektes "Schutz und Entwicklung von Sandlebensräumen in der Regnitzachse" wurde eine qualitative Bestandserfassung der Zikaden im Flugsandgebiet zwischen Langensendelbach und Honings, Landkreis Forchheim, durchgeführt. Um die Ergebnisse regional und überregional besser bewerten zu können, wurden auch Sandstandorte in der Umgebung (zwischen Bamberg und Erlangen) besammelt. Außerdem wurden xerotherme Jurastandorte und Feuchtlebensräume untersucht. Ziel der Studie war es, die Zikaden-Artengemeinschaften zu charakterisieren und im regionalen und überregionalen Kontext der fränkischen und mitteleuropäischen Sandstandorte einzuordnen. Besonderes Augenmerk galt hierbei den auf Sandböden spezialisierten Arten. Schließlich sollte der Gesamtartenbestand verglichen werden mit den Ergebnissen einer faunistischen Bestandsaufnahme der Zikaden von Trümbach (1959) aus dem Erlanger Raum, um eventuell langfristige Bestandstrends einiger Arten zu erkennen.



2. Ergebnisse

Die Anzahl der festgestellten Arten betrug 83 im Flugsandgebiet von Langensendelbach, 256 auf allen untersuchten Flächen und 298 nach Einbeziehung historischer Daten aus der Umgebung von Erlangen und Bamberg. Die Summe der erfassten Individuen betrug 344 im Flugsandgebiet von Langensendelbach und 2801 auf allen Untersuchungsflächen. Diese Daten sollen interpretiert werden vor dem Hintergrund einer Analyse der auf Sandböden spezialisierten Zikadenarten Mitteleuropas.



3. Diskussion

3.1 Zikaden als Sandzeigerarten in Mitteleuropa

Während die meisten trockenheitsliebenden Zikaden eurytop auf den verschiedenartigsten Bodensubstraten vorkommen, hat nur ein kleiner Anteil spezielle Vorlieben für Sandböden, wobei die Sandbindung einiger Arten vermutlich eher über die Nährpflanze besteht als direkt über die Bodenart. Hinsichtlich der Stärke der Assoziation an sandige Substrate soll hier zwischen psammobionten und psammophilen Arten unterschieden werden. Die Abgrenzung zwischen diesen Gruppen wurde an Hand des Anteils der bekannten Fundorte auf Sandböden in Deutschland vorgenommen (s. Tab. 1).

Tab. 1: Abgrenzung und Definition mit Sandböden assoziierter Zikadenarten
Kategorie Definition
psammobiont ausschließlich auf Sandböden
psammophil mind. ca. 80% der Fundorte in Deutschland auf Sandböden
schwach psammophil mind. ca. 60% der Fundorte in Deutschland auf Sandböden


Weitere Arten, die oft auf Sandböden vorkommen, können als schwach psammophil abgegrenzt werden, doch ist dieses Kriterium wegen regional variierender Habitatvorlieben schwierig zu handhaben. Als Sandzeigerarten sollen hier daher nur Psammobionte und Psammophile bezeichnet werden. Eine Faunenanalyse der vorhandenen Daten aus Mitteleuropa unter Einbeziehung der einschlägigen Literatur (u.a. Haupt & Hedicke 1934; Kuntze 1937; Wagner 1939; Marchand 1953; Wonn 1956; Remane 1958, 1987; Gravestein 1965; Emmrich 1966; Schiemenz 1968, 1969; Schaefer 1973; Niedringhaus & Bröring 1986; Niedringhaus 1988, 1991, 1994; Bröring & Niedringhaus 1989a, 1989b; Heydemann et al. 1994; Melber et al. 1996; außerdem Györffy 1980, 1982; Györffy & Pollák 1983; Györffy & Abdai 1996; Nickel et al. 2002) ergab nun, dass in Deutschland und angrenzenden Bereichen Mitteleuropas insgesamt mindestens 28 Arten als psammobiont oder psammophil und somit als Sandzeigerarten bezeichnet werden können (Tab. 2). Nur 12 davon kommen in Bayern nördlich der Donau vor; 11 wiederum wurden im Bereich der nördlichen SandAchse gefunden, 3 auch im Flugsandgebiet von Langensendelbach (Abb. 1). Trotz scheinbar geeigneter Habitateigenschaften auch auf anderen Flächen waren die meisten Arten auf wenige oder gar einzelne Standorte beschränkt; nur zwei Arten kamen auf insgesamt jeweils 8 der untersuchten Sandstandorte vor. Daraus ist zu schließen, dass viele Populationen extrem gefährdet sind, da sie oftmals weithin isoliert sind.

Sandarten

Abb. 1: Artenzahlen psammobionter und psammophiler Zikaden in den Sandregionen Mitteleuropas.



Tab. 2: Verbreitung und Gefährdungssituation psammobionter und psammophiler Zikadenarten in Mitteleuropa. RL D = Rote Liste Deutschlands nach Remane et al. (1998) und Nickel et al. (1999), RL B = Rote Liste Bayerns nach Nickel (2002b). — = kein Vorkommen; N-ME = Nord-Mitteleuropäisches Flachland; LSB = Langensendelbach
Art Nährpflanze RL D RL B Nord-ME Pannonikum Oberrhein Nordbayern SandAchse LSB
Psammobionte
Kelisia sabulicola W.Wg. Carex arenaria
2
-
X
X
Unkanodes excisa (Mel.) Leymus arenarius
2
-
X
Gravesteiniella boldi (Scott) Ammophila arenaria
2
-
X
X
Ribautodelphax vinealis Biem. Agrostis vinealis
1
-
X
Chlorita pusilla (Mats.) Thymus serpyllum
1
-
X
Zyginidia viaduensis (W.Wg.) Koeleria glauca
1
-
X
Doratura littoralis Kuntze Ammophila arenaria?
1
-
X
Psammotettix angulatus (Then) Koeleria glauca?
1
-
X
Psammotettix albomarginatus W.Wg. Agrostis vinealis?
2
-
X
X
Psammotettix excisus (Mats.) Corynephorus canescens
3
2
X
X
X
X
X
Psammotettix maritimus (Perr.) Ammophila arenaria
2
-
X
Psammotettix sabulicola (Curt.) Elymus?
2
-
X
Pinumius areatus (Stεl) Poaceae indet.
1
-
X
X
X
Psammophile
Muirodelphax aubei (Perr.) Poa pratensis?
D
2
X
X
X
X
X
Ribautodelphax angulosus (Rib.) Anthoxanthum odoratum
1
0
X
?
X
Ribautodelphax collina (Boh.) Agrostis capillaris
3
X
?
X
X
X
X
Neophilaenus minor (Kbm.) Poaceae
V
3
X
X
X
X
X
Anaceratagallia frisia (W.Wg.) ?
1
-
X
Zygina rubrovittata (Leth.) Calluna vulgaris
3
2
X
?
X
X
X
Macrosteles quadripunctulatus (Kbm.) Poaceae?
3
3
X
X
X
X
X
Doratura homophyla (Fl.) Poaceae
X
X
X
X
X
X
Doratura impudica Horv. Calamagrostis epigejos u.a.
2
-
X
X
Hardya tenuis (Germ.) Festuca ovina (u.a.?)
2
2
X
?
X
X
X
X
Handianus ignoscus (Mel.) Cytisus scoparius
R
1
X
X
X
X
Laburrus impictifrons (Boh.) Artemisia campestris
2
1
X
X
X
X
X
Psammotettix poecilus (Fl.) Calamagrostis epigejos u.a.
2
2
X
X
X
X
X
Pammotettix pallidinervis (Dhlb.) Festuca ovina
2
0
X
X
X
Pammotettix slovacus Dlab. Calamagrostis epigejos
-
-
X



Aus dieser Datenlage lassen sich folgende Schlüsse ableiten:

  • Die meisten psammobionten Arten Mitteleuropas sind auf das küstennahe niederländisch-norddeutsch-polnische Flachland beschränkt. Nur wenige kommen auch in den übrigen Sandregionen vor, die meisten davon in der Oberrheinebene und dem pannonischen Raum, nur eine einzige in Nordbayern. Da ein beträchtlicher Teil dieser Arten entlang der west- und mitteleuropäischen Küsten endemisch sind, z.B. Chlorita pusilla und Psammotettix maritimus, muss diese Region als ein wichtiges Evolutionszentrum angesehen werden. Die Binnenlandstandorte sind also offenbar natürlicherweise verarmt, da sie räumlich von der Küste isoliert sind und nur eine geringe Flächengröße aufweisen. Dementsprechend sind die dort lebenden Populationen meist klein und unterliegen einer hohen Aussterbewahrscheinlichkeit, verbunden mit einer geringen Wahrscheinlichkeit der Neubesiedlung.


  • Bei den psammophilen Arten ist die Verteilung nicht ganz so ungleich. Zwar haben auch hier die meisten ihren Verbreitungsschwerpunkt im nördlichen Flachland (einzige Ausnahme ist der offenbar in Südosteuropa endemische Psammotettix slovacus), doch treten fast alle auch im Mittelgebirgsraum auf (Anaceratagallia frisia allerdings nur im Kyffhäuser). Hinzu kommt, dass gelegentlich auch Standorte auf Lehmböden und Festgestein besiedelt werden.


  • Die Gefährdungssituation sowohl der psammobionten wie auch der psammophilen Arten ist ausgesprochen kritisch (Abb. 2). Nach den einschlägigen Roten Listen sind rund 90% dieser Sandzeigerarten derzeit in ihrem Bestand sowohl in Bayern als auch in Deutschland gefährdet (Kategorien 0, 1, 2, 3, R). Eine Art, Handianus ignoscus, ist aktuell sogar in ganz Deutschland nur noch aus dem Gebiet der SandAchse bekannt, und zwar vom Tennenloher Schießplatz. Doratura homophyla ist als einzige Art derzeit nicht gefährdet. Schon jetzt kann man folgern, dass die Sandstandorte der nördlichen SandAchse von landesweiter Bedeutung für den Artenschutz sind.

Abb. 2: Gefährdungssituation der psammobionten und psammophilen Zikadenarten Deutschlands (äußerer Ring, n = 27) und Bayerns (innerer Ring, n = 13) nach den Roten Listen (Remane et al. 1998; Nickel et al. 1999; Nickel 2002b). 0 = ausgestorben oder verschollen, 1 = vom Aussterben bedroht, R = extrem selten, 2 = stark gefährdet, 3 = gefährdet, V = Vorwarnliste, D = Datenlage defizitär.


3.2 Sandzeigerarten im Gebiet der nördlichen SandAchse

Das Vorkommen der Sandspezialisten auf den untersuchten Flächen der SandAchse ist in Tab. 3 dargestellt. Trotz nur eingeschränkt vergleichbarer Datengrundlage werden folgende Sachverhalte ersichtlich:

  • Die Flächen weisen durchaus unterschiedliche Artenbestände von Sandspezialisten auf.
  • Die Arten sind sehr ungleich und unterschiedlich verteilt.
  • Mit Ausnahme der Pettstadter Sande, der Eggolsheimer Büg, der Forchheimer Angergrube, dem Sandgebiet bei Haid und des Tennenloher Schießplatzes mit jeweils 4 Arten weist keiner der Standorte mehr als 3 von insgesamt 12 in Nordbayern möglichen Arten auf.
  • Während Doratura homophyla und Psammotettix excisus mit jeweils 8 Fundorten noch relativ weit verbreitet sind, wurden Muirodelphax aubei, Psammotettix poecilus und Handianus ignoscus nur an einem einzigen Fundort festgestellt. Die letztgenannte Art weist auf dem Schießplatz Tennenlohe sogar ihr einziges derzeit bekanntes Vorkommen in ganz Deutschland auf.
  • Die Langensendelbacher Düne ist in ihrem jetzigen Zustand nur für wenige sandliebende Zikaden als Lebensraum geeignet. Wertvoll sind insbesondere die ausgehagerten Waldränder (besonders in Süd- und Südwestexposition) und die älteren Brachen, sofern sie noch offenen Sandboden aufweisen und nicht mit Gehölzen bestanden sind. Pflegemaßnahmen könnten insbesondere im Bereich der sonnenexponierten Waldränder (Öffnung des Gebüschmantels) und auf einigen Lichtungen, die bereits fortschreitender Sukzession unterworfen sind, Erfolge zeigen.

Das bedeutet also, dass einzelne Schutzgebiete nicht ausreichen, um spezielle Artengemeinschaften auf Dauer zu erhalten, zumal nicht jeder Sandstandort auch für alle Sandspezialisten geeignet ist, sondern nur für jeweils wenige Arten. Hinzu kommt, dass auch innerhalb der Schutzgebiete oftmals nur kleinflächige Bereiche besiedelt werden. Um also sensible Tierarten auf Dauer zu erhalten, muss ein Netz von möglichst großflächigen Habitaten vor­handen sein, so dass ein Überleben auch in ungünstigen Phasen der Populationsentwicklung gewährleistet ist.

Tab. 3: Fangsummen der Sandzeigerarten im Gebiet der nördlichen SandAchse. RL D = Rote Liste Deutschlands; RL B = Rote Liste Bayern; LSB = Langensendelbach; HS = Hallstadter Börstig; BAH = Bamberg, Hafen; BAF = BAmberg, Flugplatz; PS = Pettstadter Sande; EB = Eggolsheimer Büg; HD = Haid; FO = Forchheim, Angergrube; ER = Erlangen, Exerzierplatz; TL = Tennenlohe; AD = Altdorf; Ges = Fundorte gesamt. (* = Bauchhenss leg. 1991; ** = einschl. Fundort Weppersdorf)

Art RLD RLB LSB HB BAH BAF PS EB HD FO ER TL AD Ges
Muirodelphax aubei (Perr.) D 2 3 1
Ribautodelphax collina (Boh.) 3 1 9 2
Neophilaenus minor (Kbm.) V 3 1 1 4 3
Zygina rubrovittata (Leth.) 3 2 1 32 2
Macrosteles quadripunctulatus (Kbm.) 3 3 3 1 2 13 4
Doratura homophyla (Fl.) 1 7 1 1 4 4 1 21 8
Hardya tenuis (Germ.) 2 2 14 2 4 4**
Handianus ignoscus (Mel.) R 1 24 1
Laburrus impictifrons (Boh.) 2 1 2 10 2
Psammotettix poecilus (Fl.) 2 2 59 2
Psammotettix excisus (Mats.) 3 2 7 5 16 32 2 1 15 22* 8



Danksagung

Johannes und Christine Mohr, Forchheim, gewährten vielfältige logistische Unterstützung. Prof. Dr. Ekkehard Wachmann, Berlin, erlaubte die Verwendung der Fotos. Dr. Elisabeth Bauchhenss, Schweinfurt, stellte Bodenfallenbeifänge aus dem Sandgebiet bei Altdorf - Leinburg zur Verfügung. Ihnen allen sei hier herzlich gedankt.



4. Literatur

Bröring, U. & Niedringhaus, R. (1989a): Die epigäische Hemipterenfauna (Heteroptera, Auchenorrhyncha) der Tertiärdünen Ostfriesischer Düneninseln. — Braunschw. naturkdl. Schr. 3: 387-397.

Bröring, U. & Niedringhaus, R. (1989b): Veränderungen der Wanzen- und Zikadenfauna innerhalb von 50 Jahren auf der ostfriesischen Insel Borkum (Hemiptera: Heteroptera, Geocorisae; Auchenorrhyncha). — Oldenburger Jb. 89: 337-356.

Denno R.F. & J.T. Perfect (1994): Planthoppers: Their ecology and management. — Chapman and Hall, New York.

Emmrich, R. (1966): Faunistisch-ökologische Untersuchungen über die Zikadenfauna (Homoptera, Auchenorrhyncha) von Grünland-Flächen und landwirtschaftlichen Kulturen des Greifswalder Gebietes. — Mitt. Zool. Mus. Berlin 42: 61-126.

Gravestein, W.H. (1965): New faunistic records on Homoptera - Auchenorrhyncha from Netherlands North Sea island Terschelling. — Zool. Beitr., N.F. 11: 103-111.

Györffy, G. (1980): Auchenorrhyncha of the upper terrain of a sand soil grassland: quantitative relations, bionomic and ecological-valence data. — Acta biol. Szeged 26: 137-142.

Györffy, G. (1982): Auchenorrhyncha of a sandy soil mosaic-grassland: Quantitative relations, bionomic and ecological valence data. — Folia entomol. Hungarica 43: 43-54.

Györffy, G. & Abdai, E. (1996): Auchenorrhyncha assemblages of the "Ásotthalmi Láprét" Nature Conservation Area in Hungary I. — Acta biol. Szeged 41: 57-65.

Györffy, G. & Pollák, T. (1983): Habitat specialization of leafhopper community living in a sandy soil grassland. — Folia entomol. Hungarica 43: 43-54.

Haupt, H. & Hedicke, H. (1934): Die Fauna der Binnendüne bei Bellinchen (Oder). — Märk. Tierw. 1: 41-48.

Heydemann, B., Götze, W. & Riecken, U. (1994): Ökologische Analyse der Fauna des NSG "Barker Heide". — Faun.-ökol. Mitt., Suppl. 16: 13-47.

Kuntze, A. (1937): Die Zikaden Mecklenburgs, eine faunistisch-ökologische Untersuchung. — Arch. Naturgesch., N.F. 6: 299-388.

Marchand, H. (1953): Die Bedeutung der Heuschrecken und Schnabelkerfe als Indikatoren verschiedener Graslandtypen. — Beitr. Ent. 3: 116-162.

Melber, A., Prüter, J., Assing, V., & Sprick, P. (1996): Erste Ergebnisse der Erfassung ausgewählter Wirbellosen-Gruppen in einer kleinen Vegetationsinsel auf den Panzerübungsflächen des NSG Lüneburger Heide (Heteroptera; Homoptera, Auchenorrhyncha; Coleoptera, Carabidae, Staphylinidae, Curculionidae). — NNA-Ber. 9(1): 93-102.

Nault L.R. & J.G. Rodriguez (Hrsg.) (1985): The leafhoppers and planthoppers. — John Wiley & Sons, New York.

Nickel, H. (2002a): The leafhoppers and planthoppers of Germany (Hemiptera, Auchenorrhyncha): Patterns and strategies in a highly diverse group of phytophagous insects. — Dissertation Universität Göttingen. 292 pp.

Nickel, H. (2002b, eingereicht): Rote Liste der Zikaden Bayerns (Hemiptera, Auchenorrhyncha). — Schr.-R. Bayer. Landesamt Umweltschutz.

Nickel, H., Achtziger, R. (1999): Wiesen bewohnende Zikaden (Auchenorrhyncha) im Gradienten von Nutzungsintensität und Feuchte. — Beitr. Zikadenkde. 3: 65-80.

Nickel, H., Holzinger, W.E., Wachmann, E. (2002): Mitteleuropäische Lebensräume und ihre Zikaden (Insecta: Hemiptera: Auchenorrhyncha). — Denisia 4: 279-328.

Nickel, H. & Remane, R. (1996): Erfassungsstand der Zikadenfauna Bayerns, mit Anmerkungen zum Nährpflanzenspektrum und Habitat (Homoptera, Auchenorrhyncha). — Verh. 14. Int. Symp. Entomofaunistik Mitteleuropa, SIEEC, München (4.-9.9.1994): 407-420.

Nickel, H., Witsack, W. & Remane, R. (1999): Rote Liste der Zikaden Deutschlands (Hemiptera, Auchenorrhyncha) - Habitate, Gefährdungsfaktoren und Anmerkungen zum Areal. — Beitr. Zikadenkde. 3: 13-32.

Niedringhaus, R. (1988): Kolonisationserfolg der Zikaden auf den jungen Düneninseln Memmert und Mellum (Hemiptera: Auchenorrhyncha). — Drosera '88 (1/2): 105-122.

Niedringhaus, R. (1991): Analyse isolierter Artengemeinschaften am Beispiel der Zikadenfauna der ostfriesischen Düneninseln (Hemiptera: Auchenorrhyncha). — Dissertation Universität Oldenburg, 153 S.

Niedringhaus, R. (1994): Die Zikadenfauna der Nordseeinsel Helgoland (Hemiptera: Auchenorrhyncha). — Faun.-Ökol. Mitt. 6: 469-477.

Niedringhaus, R. & Bröring, U. (1986): Wanzen und Zikaden (Hemipteroidea - Heteroptera, Auchenorrhyncha) terrestrischer Habitate der ostfriesischen Insel Norderney. — Drosera '86 (1): 21-40.

Remane, R. (1958): Die Besiedlung von Grünlandflächen verschiedener Herkunft durch Wanzen und Zikaden im Weser-Ems-Gebiet. — Z. ang. Ent. 42: 353-400.

Remane, R. (1987): Zum Artenbestand der Zikaden (Homoptera: Auchenorrhyncha) auf dem Mainzer Sand. — Mainzer naturw. Arch. 25: 273-349.

Remane, R., Achtziger, R., Fröhlich, W. Nickel, H. & Witsack, W. (1998): Rote Liste der Zikaden (Homoptera, Auchenorrhyncha). — In: Binot, M., Bless, R., Boye, P., Gruttke, H. & Pretscher, P. (Hrsg.): Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands. Schr.-R. Landschaftspflege u. Naturschutz 55: 243-249.

Remane, R. & Wachmann, E. (1993): Zikaden: kennenlernen - beobachten. — Naturbuch Verlag, Augsburg.

Schaefer, M. (1973): Untersuchungen über Habitatbindung und ökologische Isolation der Zikaden einer Küstenlandschaft (Homoptera: Auchenorrhyncha). — Arch. Natursch. Landschaftsforsch. 13: 329-352.

Schiemenz, H. (1968): Zur Zikaden- und Heuschreckenfauna der Naturschutzgebiete "Groß Machnower Weinberg", "Große und Kleine Jahnberge", "Geesower Hügel", "Oderberge", "Priesterschlucht", "Woll­berg und Oderbruchrand". — Brandenburg. Naturschutzgebiete, Folge 5-10.

Schiemenz, H. (1969): Die Zikadenfauna mitteleuropäischer Trockenrasen (Homoptera, Auchenorrhyncha). Untersuchungen zu ihrer Phänologie, Ökologie, Bionomie und Chorologie. — Ent. Abh. staatl. Mus. Tierk. Dresden 36: 201-280.

Trümbach, H. (1959): Die Zikaden und Psylliden der Umgebung Erlangens, eine systematisch-ökologische Untersuchung. — Sitz.-ber. phys.-med. Soz. Erlangen 79: 102-151.

Wagner, W. (1939): Die Zikaden des Mainzer Beckens. — Jb. nass. Ver. Naturk. 86: 77-212.

Waloff, N. (1980): Studies on grassland leafhoppers and their natural enemies. — Adv. Ecol. Res. 11: 81-215.

Wonn, L. (1956): Ökologische Studien über die Zikadenfauna der Mainzer Sande. — Jb. Nassau. Ver. Naturk. 92: 81-122.


Erstellt von Herbert Nickel
2. Juni 2002