Auszüge aus dem „Göttinger Katalog Didaktischer Modelle“:

 

VORLESUNG

Hierbei  nehmen Lerner als Zuhörer und/oder Zuschauer an mündlichen  und teilweise durch Medien unterstützten Informationsdarbietungen  eines Redners teil, um sich Wissen und Wertvorstellungen anzueignen.

 

SONSTIGE BEZEICHNUNGEN:

·         Ansprache

·         Lesung

·         Rede

·         Referat

·         Vortrag

 

VARIANTEN:

VORFÜHRUNG BZW. DEMONSTRATION

 

LICHTBILDVORTRAG

 

DIALEKTISCHE VORLESUNG

 

DARSTELLENDE VORLESUNG

 

SYSTEMATISCHE VORLESUNG

Systematische Vorlesungen zeichnen sich dadurch aus, dass die Abfolge ("Sequenz") der einzelnen Phasen oder Blöcke von einer den Lernern ausdrücklich mitgeteilten Systematik oder Ordnung bestimmt ist.  Typische Ordnungen oder Systematiken sind

 

VERDICHTUNGSPODIUM

Hierbei übernehmen ca. 5 ausgewählte und im Winkel von 90 Grad sitzende Teilnehmer einer Vorlesung - das "Podium" - die Aufgabe, Fragen zur Vorlesung zu stellen um anschließend eine verdichtende Zusammenfassung zu erarbeiten, während die übrigen Teilnehmer in üblicher Weise die

Vorlesung aufnehmen.

Der nach diesem Modell gestaltete Entwurf gliedert sich in

 

VORLESUNG

Der Begriff "Vorlesung" wird zunächst mit einer bestimmten Art von Hochschulunterricht verbunden, nämlich mit der über ein oder mehrere Semester gehenden Reihe von Vorträgen, die in einem thematischen Zusammenhang stehen. Je nach Fachgebiet können in Vorlesungen Tafeltexte und Bilder, Filme und Experimente, Demonstrationen und Vorführungen vorkommen.  Gelegentlich erscheint auch der Vortragende selbst auf dem Bildschirm. Ferner können Vorlesungen durch Begleitmaterialien der verschiedensten Art angereichert sein, beispielsweise durch Skripte, Lehrtexte oder Aufgabensammlungen. Außerhalb von Hochschulen ist die Bezeichnung "Vorlesung"  weniger gebräuchlich, man spricht stattdessen eher von "Vortragsreihen"  oder "Sendereihen". Bei allen Vortragsarten steht die vortragende Person  nicht nur räumlich und optisch im Mittelpunkt. Wer über längere Zeit von  einem exponierten Ort vor einem größeren Publikum sprechen kann,    "personifiziert" immer auch Wissensgebiete und Weltanschauungen.

Die Geschichte der Vorlesung geht zurück auf die vielen unbekannten Priester, Sänger und Barden europäischer und außereuropäischer Kulturen, die wir als Hauptträger geordneter Wissens- und Kulturüberlieferung zu betrachten haben. Zur Frühgeschichte der Vorlesung gehören aber auch die Rhetoriker der griechischen Antike, die bereits Regelwissen über besonders wirksame Vortragsorganisation und Vortragsdarbietung festhielten, und die "Vorleser" der  mittelalterlichen Universität, die den "Kopisten" Texte zum Mitschreiben diktierten. Mit der Erweiterung der Schriftkultur durch die Erfindung des Buchdrucks kamen neue und zusätzliche Funktionen hinzu, die des Interpreten und Systematisierers, des "Bekenners" (Professors) und Kritikers. Mit der Industrialisierung und mit der Weiterentwicklung der Massenmedien wandelte sich auch die Vortragskultur. Neben das gesprochene Wort traten Text und Bild, Wandtafel und Projektionsfläche. Dennoch wird die Vortragskultur durch verschiedene Einrichtungen aufrechterhalten, die von Rhetorikbüchern über Stimm- und Sprecherziehung bis hin zum Training von Gestik und Pantomime sowie zur Verwendung angemessener Hilfsmittel reichen.

DIDAKTISCHE PRINZIPIEN dieses Modells sind:

In der Vorlesung ist der LERNER in erster Linie  ZUHÖRER und muss seine Aufmerksamkeit vor allem darauf richten, die Rede akustisch und inhaltlich zu verstehen, Zusammenhänge herzustellen und die Erinnerung des Gehörten zu sichern.

In INSTITUTIONeller Hinsicht ist die Vorlesung vor allem im HOCHSCHULBEREICH und in Einrichtungen der WEITERBILDUNG verbreitet, aber auch die MASSENMEDIEN (Rundfunk und Fernsehen) kennen Vortragsreihen der verschiedensten Art.

Durch Vorlesungen kann WISSEN der verschiedensten Art vermittelt werden,  FAKTENWISSEN, BEGRIFFSWISSEN, PRINZIPIEN- UND BEWERTUNGS WISSEN, vor allem aber ORIENTIERUNGSWISSEN. Dagegen können praktische Fertigkeiten und soziale Kompetenzen nur ganz begrenzt in Vorlesungen erlernt werden.

Vorlesungen sind vor allem für  ERWACHSENE LERNER und  ÄLTERE JUGENDLICHE geeignet, die in der Lage sind, über einen längeren Zeitraum passiv zuhören zu können, und die bereits über eigene, reiche Primärerfahrungen auf dem betreffenden Wissensgebiet verfügen.

Vorlesungen können IN ALLEN PHASEN VON LEHRGÄNGEN, aber AUCH LEHRGANGSBEGLEITEND organisiert werden, sollten dann jedoch entsprechend als Orientierungsvorlesungen, Ergänzungsvorlesungen usw. organisiert sein.

 

VORTRAGEN:

WAS IST EIN VORTRAG?

Der Vortrag ist auch heute noch neben der Zeitung und inzwischen neben dem Internet eine der am meisten verbreiteten Arten der Wissensvermittlung. Außer Lehrern, Professoren und Journalisten sind es viele andere Personengruppen, die sich dieses Mittels bedienen: Priester, Politiker, Sänger, Ansager, Offiziere und Vereinsvorsitzende, um nur einige zu nennen. Manche fertigen den Vortrag selbst an, manche tragen nur vor, was andere aufgeschrieben haben.

So ist jeder Vortrag immer dreierlei: Informationsvermittlung, Darstellung einer Person und Appell an den Zuhörer. Diese beeinflussen  einander: Ein Vortragender, der als Person einen guten Eindruck macht, verschafft damit den von ihm vermittelten Informationen Geltung. Andererseits färbt auch die Menge und Art des vorgetragenen Wissens und der vorgetragenen Argumente auf die Wirkung der Personen ab.

WELCHE ARTEN DES VORTRAGS GIBT ES?

In der Geschichte der europäischen Hochschule haben sich vier Typen des Vortrags herausgebildet:

·         Beim  dogmatischen Vortrag wird eine vom Vortragenden für wahr  gehaltene Lehrmeinung über bestimmte Wissensinhalte an die Zuhörer übermittelt.  Dabei bekundet der Vortragende, dass er diese Lehrmeinung teilt, und nennt Gründe dafür, warum auch andere sie teilen sollten.

Bei den vier genannten Typen handelt es sich um "reine" Typen, in der Realität treten sie zumeist als Mischformen auf,  in denen der eine oder andere Typ vorherrscht.

WELCHE ARGUMENTATIONSSTRUKTUREN GIBT ES?

In der Rhetorik gibt es sogenannte Mehrsatzmodelle, mit denen größere Argumentationszusammenhänge beschrieben werden können. Häufige Verwendung finden Dreisatz- und Fünfsatzmodelle.

Dreisatzmodelle beruhen auf dem bekannten Prinzip einer These eine Antithese gegenüberzustellen und beide Positionen durch eine Synthese zu vereinen. Dabei müssen These und Antithese nicht unbedingt zwei sich vollkommen ausschließende Sachverhalte sein, zwischen denen ein Kompromiss gefunden werden muss. Eine These kann einen Ist-Zustand beschreiben, die Antithese den Soll-Zustand und die Synthese den vorgeschlagenen Lösungsweg. Ein solches Vorgehen bezeichnet man auch als linearen Dreisatz. Stelle ich dagegen zwei  unterschiedliche Lösungswege vor, um dann einen neuen dritten Weg in der Synthese anzubieten, spricht man von einem konvergenten Dreisatz.

Fünfsatzmodelle sind variantenreicher:

·         Beim Kettenfünfsatz werden die vorgetragenen Gedanken chronologisch oder nach einer anderen erkennbaren Systematik hintereinander geordnet, so dass eines aus dem anderen folgt. Ein solcher Fünfsatz könnte wie folgt aussehen:

  1. Allgemeiner Hintergrund (Warum besteht Interesse an einer Magnetschwebebahn)

  2. Grundlagen/Ist-Zustand (Probleme der Konstruktion von Magnetschwebebahnen),

  3. Aktuelle Resultate (Die Versuche im Emsland haben ergeben),

  4. Unser Beitrag (Die Entwicklung eines neuen Elektromagneten),

  5. Ergebnis (Magnetschwebebahnen brauchen unseren neuen Elektromagneten)

 

·         Beim divergierenden Fünfsatz erfolgt nach Darlegung von Hintergrund und Grundlagen/Ist-Zustand die Gegenüberstellung von These und Antithese, die dann zum Ergebnis führt:

  1. Allgemeine Hintergrund (Warum besteht Interesse an einer Magnetschwebebahn),

  2. Grundlagen/Ist-Zustand (Probleme der Konstruktion von Magnetschwebebahnen),

  3. These (Bisher wurden Konstruktionsprobleme im Bereich der Trassenführung gesehen und bearbeitet)

  4. Antithese: (Wir hingegen haben als erste die Wichtigkeit der Konstruktion eines neuen Magneten erkannt)

  5. Synthese/Ergebnis (Es ist nötig, mehr Geld für die Entwicklung neuer Magnete auszugeben als für die Entwicklung neuer Trassenführungen) 

 

·         Der Diskrepanzfünfsatz beginnt mit These und Antithese, die Diskrepanz wird als Arbeitsgrundlage herausgearbeitet und dann vor dem Hintergrund eigener Resultate oder Bewertungen in einem Ergebnis aufgelöst:

1.      These (Die Untersuchungen von Schmidt kennzeichnen als wichtigstes Problem der Konstruktion von Magnetschwebebahnen die Trassenführung)

2.      Antithese (Hingegen sehen die Untersuchungen von Müller das Problem eher bei den entsprechenden Elektromagneten)

  3. Diskrepanz (Hieraus ergibt sich folgende Diskrepanz ...)

  4. Unser Beitrag (Wir haben aufgrund folgende Überlegungen in unserer Studie festgestellt, dass Müller recht hat oder wir haben festgestellt, dass die Prioritäten bei der Entwicklung weder bei den Magneten noch bei der Trasse liegen sollten)

  5. Synthese (Aufgrund unserer Studie schlagen wir vor, Geld vor allem für die Entwicklung neuer Magnete auszugeben).

 

·         Beim parallelen Fünfsatz werden These und Antithese in zwei Schritte gegliedert und dann in einer Synthese zusammengeführt:

  1. Halbthese A (Schmidt hat in seiner Planungsstudie auf folgende Weise die grundsätzliche Konstruktionsprobleme von Magnetschwebebahnen untersucht...)

  2. Halbthese B (Schmidt hat seine Ergebnisse wie folgt interpretiert...)

  3. Halbthese C (Müller hat hingegen in seiner Planungsstudie auf andere Weise grundsätzliche Konstruktionsprobleme von Magnetschwebebahnen untersucht...)

  4. Halbthese D (Müller hat seine Ergebnisse wie folgt interpretiert...)

  5. Synthese (Wir halten beide Ansätze für falsch, weil...)

 

·         Der didaktische Fünfsatz geht von einer allgemeinen akzeptierten Tatsache aus, die jedoch verschiedene Interpretationen zulässt. Dieser Widerspruch wird dann durch den eigenen Beitrag aufgelöst:

  1. Akzeptierte Tatsache (Mit dem Individualverkehr sind die gegenwärtigen Verkehrsprobleme nicht zu lösen),

  2. These/Interpretation A (Schmidt plädiert deswegen für den massiven Ausbau  eines Magnetschwebebahnnetzes, weil ...)

  3. These/Interpretation B (Müller dagegen möchte den traditionellen Bahnverkehr ausweiten, weil ...)

  4. Unser Beitrag (Wir haben herausgefunden, dass beides keine Akzeptanz in der Bevölkerung findet)

  5. Synthese (Wir schlagen deshalb vor ...)

 

Bei diesen Mehrsatzmodellen handelt es sich um prototypische Argumentationsweisen, die im realen Vortrag kombiniert werden können. Sie behandeln das Problem der Strukturierung von Argumenten keineswegs erschöpfend. Die Pointierung und Strukturierung in der hier dargestellten oder in ähnlichen Formen erleichtert den Zuhörern das Verständnis eines Vortrags.

 

WIE SICH DER VORTRAGENDE AUF DEN VORTRAG VORBEREITEN SOLLTE

Es ist eine selbstverständliche Forderung, dass sich jede/r Vortragende auf ihren/seinen Vortrag vorbereiten sollte. Im besonderen sollte sie/er sich über folgendes klar werden:

 

Im Hochschulbereich sind es zumeist Studenten, vor denen Vorträge gehalten werden. Der Vortragende sollte sich deshalb bei der Planung Gedanken machen, was die von ihm angesprochenen Studenten wahrscheinlich bereits wissen, was sie wahrscheinlich noch nicht wissen können und was sie wahrscheinlich wissen möchten und wissen sollten. In diesen Punkten unterscheiden sich zumeist Studienanfänger und Fortgeschrittene, Hauptfachstudenten und Nebenfachstudenten.

Jeder Vortrag sollte sich auf wenige zentrale Aussagen beschränken. Diese können dann weiter untergliedert sein. Sie sollten aber auch untereinander in einem möglichst deutlichen Verhältnis zueinander stehen. Zentrale Aussagen sind bei Vorträgen im Hochschulbereich beispielsweise: Die Darstellung von wissenschaftlichen Positionen, von Modellen, Methoden, Prozessen oder Begriffen. Zumeist umfassen die zentralen Aussagen mehrere dieser Gesichtspunkte. Deshalb sollte eine   Struktur hergestellt werden, die erkennen lässt, welche Aussagen zentral sind und welche daran anknüpfen.

Im Hochschulbereich stehen Vorträge selten allein. Entweder kommen sie im Rahmen einer Vortragsreihe ("Vorlesung") vor oder aber im Rahmen eines Kurses, der noch andere Lehr- und Lernformen  umfaßt (z. B. Übungen, Praktika, Exkursionen). Wer einen Vortrag hält, sollte sich deshalb genau darüber klar werden, in welchem Zusammenhang der Vortrag steht. Im besonderen sollte der Vortragende wissen, was vorher geschah und was darauf folgen soll. Er sollte auch klären, welche besondere Aufgabe dem  betreffenden Vortrag im Kurs zukommt. Vor allem aber sollte der Vortragende wissen, ob der Vortrag das Lehrbuch ersetzt, ob er es ergänzt, ob er es kommentiert, ob er es wiederholt oder ob er es vorbereitet.

Über den Ablauf von Vorträgen haben schon viele Leute nachgedacht. Die meisten empfehlen eine Dreigliederung: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Die Einleitung soll das Interesse der Zuhörer wecken und  an ihr Vorwissen anschließen. Sie soll aber auch darüber informieren, warum der Vortragende die Informationen, die er bietet, für wichtig hält. Schließlich sollte sie einen vorausschauenden Überblick über den folgenden Hauptteil des Vortrags vermitteln.

Der Hauptteil ist dann in aller Regel noch in sich gegliedert, je nachdem,  was sein Inhalt ist. Der Schluss sollte sowohl eine Zusammenfassung als auch weiterführende Perspektiven enthalten. z. B. Hinweise auf zusätzliche Informationsquellen oder Erwartungen hinsichtlich künftiger Entwicklungen.

 

WIE SICH DIE LERNER AUF EINEN VORTRAG VORBEREITEN SOLLTEN

Es gilt als selbstverständlich, dass sich der Vortragende auf einen Vortrag vorbereitet, warum aber sollten sich Lerner auf einen Vortrag vorbereiten? Die  Antwort ist einfach: Die Vorbereitung soll dazu dienen, den Lernprozess zu verbessern.

Zur Vorbereitung gehört zunächst, dass sich die Lerner darüber informieren, ob und in welcher Weise der Vortrag Vorkenntnisse voraussetzt. Sodann sollten sie wissen, ob man den betreffenden Vortrag als Einzelvortrag oder nur in einer Vorlesungsreihe anhören sollte. Und schließlich ist es meistens sinnvoll,  wenn sich Lerner mit dem Thema des Vortrags vertraut machen. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass sie sich in einem Lexikon oder in einem Lehrbuch eine grobe  Orientierung verschaffen, wenn sie zu dem Thema noch gar keinen Bezug haben.

Wenn die Lerner den Vortragenden kennen, können sie sich schon vorher mit ihm über das Thema unterhalten. In einer kurzen Vorbesprechung können sie beispielsweise mitteilen, was sie an diesem Thema interessiert und worauf der Vortragende eingehen sollte.

 

WAS DER VORTRAGENDE BEIM VORTRAG BEACHTEN SOLLTE

Es gibt eine lange Geschichte der Redekunst (Rhetorik). Diese enthält eine große Zahl von Ratschlägen, wie ein Redner zu seinem Publikum sprechen sollte, damit seine Rede einen besonderen Eindruck macht.

Die grundsätzlichen Empfehlungen sind sehr einfach:

·         So laut sprechen, dass man von jedermann verstanden wird.

·         Mit angemessener Sprechgeschwindigkeit sprechen.

·         Deutlich und klar sprechen.

·         Abwechslungsreich,  mit wechselndem Ton, wechselnder Geschwindigkeit und wechselnder Lautstärke sprechen.

·         Handbewegungen und den Gesichtsausdruck gezielt einsetzen.

·         Überschaubare Sätze bilden.

·         Die Zuhörer dabei ansehen.

 

Im Hochschulunterricht gibt es noch weitere Gesichtspunkte zu beachten. Zunächst muss der Vortragende entscheiden, ob er ablesen oder frei sprechen will. Der freie Vortrag ist dabei sicher vorteilhafter. Allerdings muss der Vortragende dazu in der Lage sein. Unterschiedliche Auffassungen gibt es darüber, ob der Vortragende an einem Platz stehenbleiben sollte oder ob er sich im Raum bewegen  sollte. Besonders wichtig aber ist die Nutzung von Anschauungsmitteln.

Es gibt eine Reihe von visuellen Hilfen, die hier eingesetzt werden können: Wandtafel, großer Schreibblock, Tageslichtprojektor, Diaprojektor, um nur einige zu nennen. Vor allem der Tageslichtprojektor hat große Vorteile, da er es erlaubt,

Allerdings darf man nicht vergessen, dass die schlechte Vorbereitung eines Vortrags auch durch die

beste Vortragstechnik nicht ausgeglichen werden kann.

 

Es kann zweckmäßig sein, wenn sich Lerner Begriffe, Namen, Daten oder auch die Gliederung des Vortrags notieren, damit sie sich später erinnern können. Mitunter kann auch der eine oder andere Kernsatz in die Niederschrift aufgenommen werden. Und schließlich kann es sehr sinnvoll sein, dass Lerner notieren, was ihnen beim Vortrag einfällt, z. B. eine Frage, der sie nachgehen möchten, oder ein Problem, das sie   gern erörtern möchten.

 

WIE MAN DEN LERNERFOLG BEI VORTRÄGEN BEWERTET

Vortragende hoffen oft, dass sie aus den Gesichtern ihrer Zuhörer erkennen können, ob diese den Vortrag verstehen. Sie sollten sich dabei aber nicht zu sicher sein. Es ist schon besser, wenn der Vortragende den Vortrag gelegentlich unterbricht, um seinen Zuhörern Gelegenheit zu geben nachzufragen. Dabei erfährt er zuverlässiger, was seine Zuhörer verstanden haben und was nicht.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, am Schluss des Vortrags einen kleinen Test oder einen Fragebogen vorzulegen. Diesen können dann die Zuhörer - selbstverständlich  ohne ihren Namen angeben zu  müssen  - freiwillig ausfüllen. So erfährt der Vortragende, was seine Zuhörer von seinem Vortrag behalten haben und was nicht. Dies ist auch für den Lerner eine wichtige Information. Sie erlaubt ihm, seinen Lernerfolg zunächst einmal kurzfristig zu beurteilen.

Zusammengefasst gesagt ist "Vortrag" eine Form der Kommunikation,  bei der

spricht, um

 

Da Vorträge, im besonderen auch Kurzvorträge in vielen didaktischen Modellen, Varianten und Designs eine erhebliche Rolle spielen, sollten Lerner und Lernhelfer ihre Vortragskompetenzen entwickeln und verbessern.

 

VORTRAGSLEITFADEN

   Autor: .......................       Leitfaden erstellt am: .............

 

  Thema: .......................................................................

 

         ............................................................................                 

 

 

  Phase:                                             Zeit:

  ------------------------------------------------------------------------------

                                               

  Eröffnung/Anknüpfung                         

  Überleitung                                   

  Überblick/Vorstrukturierung                    

  Darstellung des Sachverhalts                  

  Interpretationen/Argumente                      

  Auseinandersetzung/Kritik                      

  Schlussfolgerungen                              

  Zusammenfassung                                

  Ausblick/Aufforderung                          

 

 

 

CHECKLISTE FÜR VORTRAGSGESTALTUNG

Wer einen Vortrag vorbereitet, sollte sich vorher über folgende Punkte Klarheit verschaffen:

 

1. ZIELE, ABSICHTEN, MOTIVE

Will ich

 

Diese Ziele sind abhängig vom Anlass der Präsentation, d.h. davon,  ob in erster Linie

 

ZIELGRUPPE (Publikum, Zuhörer)

Bei der Analyse Ihrer Zielgruppe sollten Sie vor allem  folgende Gesichtspunkte berücksichtigen:

 

3. VORTRAGSGLIEDERUNG

Im allgemeinen werden Vorträge nach "Einleitung", "Hauptteil" und "Schluss" gegliedert. Dabei sollten die Einleitung und der Schluss nicht mehr als jeweils 10 % der vorgesehenen Zeit umfassen.

Es erscheint sinnvoll, den Hauptteil nach einem vorher bekannt gegebenen Prinzip zu gliedern, z.B.

 

4. VORTRAGSINHALTE (Wissen, Informationen, Ideen, Argumente, Fakten, Zahlen, usw.)

Zur Einleitung gehören im besonderen:

 

  Zum Hauptteil können im besonderen folgende Punkte gehören:

·         Welche sind gute Beispiele für die Sache ?

 

  Zum Schluss gehören:

 

 

5. MEDIEN UND TECHNISCHE HILFSMITTEL

Hierzu gehören

Diese sollten in gutem Zustand sein. Deshalb sollten Sie vor dem Vortrag alle Medien und alle technischen Geräte auf ihre Funktionsfähigkeit prüfen.

 

6. BEGLEITMATERIALIEN FÜR DIE TEILNEHMER

Es kann sinnvoll sein, für jeden Zuhörer Begleitmaterialien zum Vortrag zu entwickeln und vor oder nach dem Vortrag zu verteilen,  je  nachdem, ob der Vortrag darauf zurückgreifen soll oder ob lediglich eine Erinnerungshilfe sowie Ergänzungen angeboten werden sollen.

Solche Begleitmaterialien können bestehen aus

 

7. SICHERUNG DER DURCHFÜHRUNG DES VORTRAGS (Organisation/Technik)

Was die Organisation des Vortrags anbelangt, so sollten Sie sich bemühen, den Vortrag nicht abzulesen, sondern ihn mit Hilfe  von Folien (ggf.schriftlichen Unterlagen, sogenannten "handouts") und Stichwort-Karten frei zu halten. Es kann auch sinnvoll sein, vorher den Vortrag zu üben.

Dieser  "Probevortrag" kann schon deshalb sinnvoll sein, um zu sichern, dass Sie die Vortragszeit auf keinen Fall überschreiten. Er  kann auch dazu dienen, Versprechern vorzubeugen, Körperhaltung, Gestik und Mimik einzustudieren sowie die Lautstärke dem Raum anzupassen.

Um die Aufmerksamkeit der Zuhörer nicht zu überfordern, sollten Sie den Vortrag in Blöcke von ca. 20 Minuten gliedern. Zwischen den Blöcken können dann Zwischenfragen gestellt werden, die Zuhörer können Gelegenheit zur Aussprache mit Nachbarn erhalten, oder es können visuelle Auflockerungen (Video-Clips) eingefügt werden.

Was die Technik anbelangt, so sollten Sie vorher prüfen, ob

 

 

 

 

Vortragsstrategien

Vor dem Vortrag

Während des Vortrages

Nach dem Vortrag: Punkte, die man bei der Behandlung von Fragen bedenken sollte:

  Quelle: Newble, David/ Cannon, Robert

             A Handbook for Teachers in Universities and Colleges

             Berwick upon Tweed GB, 1990

 

DIE LERNUMGEBUNG IN DER VORLESUNG

Bei der Vorlesung besteht die Lernumgebung aus

 

  LERNAUFGABEN IN DER VORLESUNG

Klare Lernaufgaben strukturieren auch hier die Wissensaneignung vor und unterstützen sie. Typische Lernaufgaben in der Vorlesung zeichnen sich dadurch aus, dass Lerner aufgefordert werden, individuell oder in Gruppen

 

DIE LERNERROLLE IN DER VORLESUNG

Bei Vorlesungen übernehmen Lerner die Rolle des TEILNEHMERS, der sich zuhörend und/oder zuschauend Wissen aneignet, dabei ggf. eine Mitschrift anfertigt, durch Nachfragen offene Punkte klärt (sofern der Vortragende dazu Gelegenheit gibt) und ggf. durch Reaktionen (Applaudieren, Murren etc.) seine Bewertung des Vortrags zum Ausdruck bringt.

 

LERNHELFERROLLEN IN DER VORLESUNG

Bei Vorlesungen übernehmen Lernhelfer die Rolle

 

DIE VORBEREITUNGSPHASE IN DER VORLESUNG (Phase I)

In dieser Phase einer "Vorlesung"

 

DIE INTERAKTIONSPHASE IN DER VORLESUNG (PhaseII)

In der "Interaktionsphase" (Kommunikationsphase) einer "Vorlesung"

 

DIE FESTIGUNGSPHASE IN DER VORLESUNG (Phase III)

In der "Festigungsphase" (Erinnerungsphase) einer "Vorlesung"