Die Syrisch-Orthodoxe Kirche
durch die Jahrhunderte
Autor
Seine Heiligkeit Mor Ignatius Zakka Iwas
I,
Patriarch von Antiochien
und dem ganzen Osten
und das Oberhaupt der Universal-Syrisch-Orthodoxen
Kirche
(verfaßte als Erzsbischof
vom Baghdad 1980)
Inhaltsverzeichnis
-
Die
Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien auf einen Blick
-
Die syrische
Sprache in Antiochien
-
Die
religiöse Stellung der Kirche von Antiochien
-
Die
Gründung des Bischofssitzes in Antiochien durch den Apostel Petrus
-
Der
ursprüngliche Standort des Bischofssitzes von Antiochien
-
Der
Name des heiligen Ignatius - übernommen durch die Patriarchen von
Antiochien
-
Die
Herrschaft des antiochenischen Bischofssitzes und seine Beziehung zu den
anderen apostolischen Bischofssitzen
-
Gemeinschaft
im Glauben und Autorität der Konzile
-
Teilung
zwischen den vier großen Bischofsstühlen
-
Gerichtsbarkeit
des Bischofsstuhls von Antiochien
-
Maphrianate
(Katholikat) des Ostens
-
Die Wiedereinsetzung
des Amtssitzes des Maphrianates
-
Kirchenspaltung
in der Kirche von Antiochien
-
Mor Yacoub Baradaeus
-
Die Syrisch-Orhtodoxe
Kirche heute
-
Zum Abschluß
-
Literaturverzeichnis
Die
Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien auf einen Blick
Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien ist die Kirche von Antiochien,
deren Gründung bis in die Anfänge des Christentums hineinreicht,
als Antiochien die Hauptstadt Syriens und eine der drei Hauptstädte
des römischen Imperiums war. Das Evangelium kam erst durch einige
Jünger Christi nach Antiochien, die wegen der Judenverfolgung nach
dem Martyrium des Diakons Stephanus im Jahre 34 geflohen waren. Antiochien
wurde von Barnabas, einem der siebzig Prediger, und vom Apostel Paulus
besucht. Sie blieben beide für ein ganzes Jahr da und predigten das
Evangelium. Damit folgten sie dem Beispiel des heiligen Petrus, der das
Evangelium dort auch predigte und seinen apostolischen Bischofssitz etwa
im Jahre 34 gründete.
Nach einigen Geschichtsforschern wurde der Bereich der Altstadt von
Antiochien vom Apostel Petrus selbst christianisiert. Das geschah in zwei
Etappen: Zuerst traten Juden zum neuen Glauben über, aus deren Reihen
die christliche Kirche gegründet wurde. Die zweite Etappe war die
Christianisierung der Heiden - Aramäer, Griechen und Araber. Das fand
nach der Beilegung des Streitfalles um Kornelius und nach seiner Aufnahme
in die Kirche statt. Wenn wir die im Neuen Testament aufgezeichneten Ereignisse
durchgehen, stellen wir fest, daß sich der heilige Petrus während
seines zweiten Besuches in Antiochien im Kontakt zu den zum christlichen
Glauben übergetretenen Nichtjuden zurückhielt. Er hatte Angst
vor den Christen in Jerusalem, die wegen der Aufnahme des Kornelius mit
ihm gekämpft hatten. Aber der heilige Paulus trat ihm öffentlich
entgegen. Außerdem überredeten einige übergetretene Juden
die übergetretenen Nichtjuden dazu, sich beschneiden zu lassen, so
daß sie Juden werden mußten, bevor sie Christen wurden. Um
dieses Problem zu lösen, wurde im Jahre 51 in Jerusalem ein Konzil
einberufen. Es wurde entschieden, jenen "keine Lasten aufzuerlegen als
diese notwendigen Dinge: Götzenopferfleisch, Blut, Ersticktes und
Unzucht zu meiden."
Diese Entscheidung wurde von Paulus und Barnabas nach Antiochien geschickt.
Die Überbringer waren Judas mit dem Beinamen Barsabbas und Silas .
Dieses Geschehnis vermittelt uns eine Vorstellung von der Bedeutung der
syrischen Kirche von Antiochien bei der Entstehung der Christenheit. Das
Buch der Apostelgeschichte bezeugt den Eifer und die Liebe, die die Mitglieder
der Kirche von Antiochien für ihre Glaubensgeschwister gehabt haben.
Sie sammelten Almosen und schickten sie durch Saulus und Barnabas zu den
Armen von Jerusalem. In Antiochien wurden die Jünger Jesu Christi
auch das erste Mal Christen genannt. Als Petrus und Paulus Antiochien wegen
der Mission verließen, beriefen sie zwei Bischöfe; Aphodius,
der für die ersten Heidenchristen, und Ignatius, der Erleuchtete,
der für die Christen jüdischer Herkunft zuständig war. Die
beiden Bischöfe waren geistlich nach dem Jahre 68 unter der Schutzherrschaft
des Ignatius, des Erleuchteten, vereint. Er war es, der die Kirche von
Antiochien "die katholische Kirche" nannte, seit sie beide, die Nichtjuden
und die Beschnittenen, aufgenommen hatte. Ignatius von Antiochien war der
erste, der das Adjektiv "katholisch" auf die christliche Kirche anwandte.
Die
syrische Sprache in Antiochien
Die syrische Sprache wird auch aramäische Sprache genannt . Ursprünglich
war sie die Sprache der Aramäer , die sich seit dem 15. Jahrhundert
v. Chr. im Lande von Aram von Damaskus und Aram von Mesopotamien niedergelassen
hatten. Die syrische Sprache hatte sich im Altertum weit ausgebreitet.
Dies hatte zur Folge, daß die Alphabete vieler anderer orientalischer
Sprachen aus dem Aramäischen entwickelt wurden.
Während der Regierungszeit von König Nabo Blassar war sie
die offizielle Amtssprache Babylons, und während der Regierungszeit
von Darius, dem Großen (521 - 486 v. Chr.), war sie auch die offizielle
Sprache zwischen den verschiedenen Verwaltungsbezirken des persischen Reiches
Sie erlangte für eine lange Epoche im Osten den Status einer internationalen
Sprache . Die Juden hatten sie gelernt und sprachen sie seit der Wegführung
ins babylonische Exil im fünften Jahrhundert v. Chr. als ihre gemeinsame
Sprache statt der eigenen hebräischen Sprache, seit sie diese vergessen
hatten. Darum benutzten Jesus Christus und seine Jünger die syrische
Sprache. Danach blieb sie über eine lange Zeit bis zum Ende des siebten
Jahrhunderts im Orient dominant. Als das Arabische populärer wurde,
wurde sie nach und nach verdrängt. Einige wenige ihrer Dialekte werden
noch im Tur Abdin, (Türkei), in den Dörfern um Mosul herum, in
einigen Dörfern im Norden des Irak und in Maaloula, einem Dorf in
der Nähe von Damaskus in Syrien, benutzt. Ihre Spuren sind heute offensichtlich
in den Namen der verschiedenen Städte und Dörfer im Mittleren
Osten und in ihren gemeinsamen Dialekten erkennbar.
Am Anfang des Christentums war Syrisch die Muttersprache der Ureinwohner
von Antiochien, besonders derer, die in den Vorstädten lebten, wie
auch jener im Innern Syriens . Syrisch war ebenfalls die Sprache der jüdischen
Einwanderer nach Antiochien, wohingegen Griechisch die Sprache der Kolonisten
und der griechischen Gesellschaft war, die die Seleukiden mitbrachten.
Die Kirche von Antiochien begann, die syrische Sprache in ihren religiösen
Riten zu benutzen. Sie zelebrierte ihre erste Messe in syrischer Sprache,
vom heiligen Jakobus - dem Bruder unseres Herrn - Erzbischof von Jerusalem,
geschrieben . Bis heute zelebrieren alle syrischen Kirchen der ganzen Welt
ihre Gottesdienste und Messen in syrischer Sprache neben den lokalen und
nationalen Sprachen. Viele der Kirchenväter schrieben ihre religiösen
und wissenschaftlichen Bücher auf Syrisch .
Die
religiöse Stellung der Kirche von Antiochien
Die syrische Kirche von Antiochien gilt als die älteste und berühmteste
der christlichen Kirchen nach der von Jerusalem. Nach der Zerstörung
von Jerusalem im Jahre 70 n. Chr. durch den römischen Kaiser Titus
hat sie an Bedeutung zugenommen. Aus ihr zogen die Jünger in die damals
bekannte Welt hinaus und predigten die Lehren des Evangeliums und gründeten
Kirchen, Mönchsklöster und Schulen, welche viele berühmte
Gelehrte hervorbrachten, die die Welt mit ihren religiösen und wissenschaftlichen
Werken bereicherten. Die Väter der syrischen Kirche von Antiochien
leisteten große und denkwürdige Beiträge zum Studium der
Heiligen Schrift - Altes und Neues Testament. Von ihren Übersetzungen
der Heiligen Schrift in die syrische Sprache wurde die "Einfache" (Peshitta)
am bekanntesten. Sie übersetzten die Bibel auch ins Arabische, Persische
und Malayalam - eine südindische Sprache . Ihre Arbeit war nicht nur
auf das Übersetzen begrenzt, sie schloß auch Kommentare und
Exegesen der heiligen Handschriften ein. Sie haben ein reiches Erbe wissenschaftlicher
Abhandlungen hinterlassen, die als wichtige Nachschlagewerke auf diesem
Gebiet gelten. Diese Kirche hat das Verdienst, das Evangelium zu verschiedenen
Nationen in alle Welt gebracht zu haben, z.B. nach Arabien, Armenien, Indien,
und Äthiopien. Durch diesen Dienst verlor sie Tausende von Menschen
als Märtyrer .
Die
Gründung des Bischofssitzes in Antiochien durch den Apostel Petrus
Zuverlässige Historiker, wie die Gelehrten Orijans (im Jahre 256),
Eusebius von Cäsarea (im Jahre 340), St. Johannes Chrysostomos (im
Jahre 407), Hieroymus (im Jahre 420) und Mar Sewerius Al-Antaki (im Jahre
538), haben einstimmig auf die Bemühungen des heiligen Petrus von
Antiochien hingewiesen, wo er, wie später ausgeführt wird, seinen
apostolischen Bischofssitz gründete. Er war der erste ihrer Bischöfe
oder Patriarchen. Eusebius von Cäsarea sagt: "Im 4. Jahr nach der
Himmelfahrt Jesu Christi verkündigte der heilige Petrus das Wort Gottes
in Antiochien, der großen Hauptstadt, und wurde deren erster Bischof."
Er sagte auch in seiner Kirchengeschichte: "Ignatius wurde berühmt
und war auserwählt worden, der Bischof von Antiochien und der Nachfolger
des heiligen Petrus zu sein." Im Kalender der kirchlichen Feste fixierte
Hieronymus den 22. Februar als Tag der Gründung des Bischofssitzes
durch den heiligen Petrus in Antiochien. Die katholische Kirche begeht
dieses Fest bis heute noch am gleichen Datum . So steht fest, daß
der heilige Petrus der erste Patriarch auf dem apostolischen Bischofssitz
von Antiochien war. Er hatte viele berühmte Nachfolger, eingeschlossen
den heiligen Ignatius. Diese Reihenfolge wurde ungebrochen bis zur Zeit
des gegenwärtigen Patriarchen, dem Autoren dieser wissenschaftlichen
Abhandlung, beibehalten. Er ist der 122. unter den rechtmäßigen
Patriarchen.
Der
ursprüngliche Standort des Bischofssitzes von Antiochien
Der ursprüngliche Standort des Bischofssitzes von Antiochien war bis
zum Jahre 518 Antiochien. Wegen vieler historischer Umwälzungen und
ständiger Bedrückungen, die die Kirche zu ertragen hatte, wurde
er in verschiedene Mönchsklöster in Mesopotamien verlegt. Im
13. Jahrhundert wurde er in das Mönchskloster von Deir Al-Zaafran
in der Nähe von Mardin in der Türkei gelegt. 1933 wurde er nach
Homs und 26 Jahre später im Jahre 1959 nach Damaskus in Syrien verlegt.
Der
Name des heiligen Ignatius - übernommen durch die Patriarchen von
Antiochien
In den ersten Jahrhunderten behielten die Patriarchen von Antiochien ihre
eigenen Namen, selbst nachdem sie als Patriarchen eingesetzt worden waren.
Dennoch, als der Patriarch Yeshou im Jahre 878 den Thron bestieg, nahm
er den Namen Ignatius als Ehrung des großen Märtyrers, Ignatius
des Erleuchteten, an, der die Nachfolge des heiligen Petrus von Antiochien
angetreten hatte. Vier andere Patriarchen folgten seinem Beispiel. Als
Joseph, der Sohn von Weheb, Bischof von Mardin, im Jahre 1293 den Patriarchenstuhl
bestieg, nannte er sich Ignatius V. Dieser Brauch wurde nach ihm fortgeführt
und ist bis heute ungebrochen Tradition in der Syrisch-Orthodoxen Kirche,
so daß der Name Ignatius dem Namen des gewählten Patriarchen
vorangestellt wird.
Die
Herrschaft des antiochenischen Bischofssitzes und seine Beziehung zu den
anderen apostolischen Bischofssitzen
Gemäß den Kirchengesetzen, die in den ersten Jahrhunderten Gestalt
annahmen, wurde der Bischof der Hauptstadt (Metropolis) Metropolit genannt,
was so viel wie "der Bischof der Hauptstadt" oder "der Sockel des Königreiches"
bedeutete. Durch verschiedene regionale und ökumenische Konzile wurden
die Episkopate an die Metropolien angegliedert, und die Grenzen der großen,
in der Jurisdiktion gleichberechtigten Apostolischen Stühle an Antiochien,
Alexandrien und Rom orientiert. Auf dem Konzil von Konstantinopel im Jahre
381 wurde der Bischofssitz von Konstantinopel diesen dreien hinzugefügt.
Alle diese vier Bischofssitze erlangten gerade wegen der politischen Bedeutung
dieser vier Städte und ihrer geographischen Lage ein hohes Ansehen.
In der Mitte des 5. Jahrhunderts wurden die Bischöfe dieser Städte
Patriarchen genannt, was so viel wie Haupt der Väter bedeutet. Jeder
Bischofssitz hat seine eigene Gerichtsbarkeit. Alle Kirchen in ihm waren
der religiösen Autorität des örtlichen Sitzes (Machtbereich
des Bistums und Erzbistums) unterworfen. Im Jahre 325 bestimmte das Konzil
von Nizäa von jedem dieser Bischofssitze die Machtbefugnis wie folgt:
"Es soll die alte Tradition in Ägypten, Libyen und den fünf Städten
bewahrt werden , denn der Bischof von Alexandrien hat die Macht über
alle diese Bereiche so wie der Bischof von Rom dieselbe Authorität
in seinem Bereich hat. Ebenso sollte die Würde der Kirche von Antiochien
und in den restlichen Bistümern bewahrt werden" . Das Konzil von Nizäa
hat diese Privilegien nicht geschaffen, sondern sie nur bestätigt.
Gemeinschaft
im Glauben und Autorität der Konzile
Die vier Bischofssitze Rom, Konstantinopel, Alexandrien und Antiochien
waren eins im religiösen Bekenntnis und Dogma wie auch in der geistlichen
Gemeinschaft. Diese Stühle waren gleichberechtigt in Machtbefugnis
und Privilegien. Es war bei den Inhabern dieser Bischofssitze üblich,
nach ihrer Wahl Kopien ihrer Glaubensbekenntnisse auszutauschen, um die
Rechte der Gemeinschaft zu erhalten. Die Annahme der Gemeinschaft war nicht
als Einsetzung des Patriarchen in seine Aufgabe zu sehen, sondern eine
notwendige Bedingung, um diese Aufgabe in der kanonischen Weise zu praktizieren
. Die geschichtlichen Ereignisse zeugen davon, daß die Inhaber dieser
vier großen Stühle nicht nur eine autonome Gerichtsbarkeit hatten,
sondern eine autokratische , so daß niemand Machtbefugnis über
die anderen hatte, und niemand konnte sich in die Angelegenheiten der anderen
Bischofssitze einmischen. Wann immer ein örtliches oder inneres Problem
oder ein Disput zwischen den Bischöfen einer Erzdiözese auftrat,
wurde ein regionales Konzil von Bischöfen unter dem Vorsitz eines
Erzbischofs einberufen, um die Angelegenheit zu lösen. Das Konzil
steht über dem Bischof und ist sogar die höchste Autorität
in der ganzen Erzdiözese. Wenn ein allgemeines Problem, ein gravierender
Fall in bezug auf den Glauben, auftrat, wurde ein allgemeines oder ein
ökumenisches Konzil einberufen, dessen Autorität über der
aller Bischöfe und Erzbischöfe der vier großen Bischofssitze
lag, die Patriarchen eingeschlossen. Die Beschlüsse des Konzils waren
in der Allgemeinen Kirche bindend, denn die Bischöfe der ganzen Welt
waren dazu eingeladen. Die Mehrzahl der eingeladenen Bischöfe waren
anwesend, und keiner ist ohne einen triftigen Grund ferngeblieben - so
war die Weltkirche voll repräsentiert. Als eine Konsequenz hatten
alle Bischöfe die Entscheidungen des Konzils zu akzeptieren und sie
in der ganzen Kirche durchzusetzen. Dieses Konzil wurde als höchstes
Organ der ganzen Kirche betrachtet.
Kein Bischof, auch nicht die Patriarchen der vier großen Bischofssitze,
hatten die Machtbefugnis, ein größeres Glaubensproblem individuell
in die Hand zu nehmen, sondern das oblag der Verantwortung der Konzile.
Wenn die Meinungen sich widersprachen und die Beschlüsse in Dingen
des Glaubens in den lokalen Konzilen verwirrend waren, hat das die Allgemeine
Kirche verunsichert. Immer wenn ein solcher Fall im ökumenischen Konzil
diskutiert wurde, in dem das Zeugnis der apostolischen Kirchen vorhanden
war, fällte das Konzil sein Urteil, das dann von der Allgemeinen Kirche
akzeptiert wurde, als wäre es eine göttliche Entscheidung. Konzile
dieser Art wurden einberufen, die Echtheit des wahren Glaubens zu bescheinigen
und die Häretiker zu verwerfen. Die Festschreibung des Glaubens im
nizänischen Glaubensbekenntnis war zum Beispiel im einzelnen in den
Schriften der Väter festgehalten und seit der Entstehung der Kirche
anerkannt worden. Das Konzil hat das Glaubensbekenntnis sehr deutlich formuliert
und verpflichtete die Gläubigen, es anzunehmen, sonst würde ihnen
die Exkommunikation drohen.
Teilung
zwischen den vier großen Bischofsstühlen
Im Jahre 451 wurde das Konzil von Chalcedon einberufen. Es ergab die Teilung
der apostolischen Bistümer in zwei Gruppen. Die Bistümer von
Rom und Konstantinopel wurden eine Gruppe, während die Bistümer
von Antiochien und Alexandrien die andere bildeten. Diese beiden Bistümer
blieben im Glauben bis heute vereint. Jedes von ihnen hat seine eigene
Führung und absolute Unabhängigkeit, wie es zu Beginn der Christianisierung
der Fall war. Die anderen zwei Bistümer, Rom und Konstantinopel, trennten
sich im 11. Jahrhundert voneinander.
Gerichtsbarkeit
des Bischofsstuhls von Antiochien
Der Primas des Bischofsstuhls von Antiochien hatte ein hohes Ansehen in
der Kirche. Seine religiöse Machtbefugnis breitete sich vom griechischen
Meer im Westen bis hin nach Persien und Indien im Osten und von der Grenze
Kleinasiens im Norden bis zur Grenze von Palästina im Süden aus.
Die Kirche von Antiochien war eine einzige, und an deren Spitze ein Patriarch
stand . Es gab neben ihm keinen anderen in all den östlichen Ländern
, und seine Gerichtsbarkeit erstreckte sich über die Länder von
Damaskus, Palästina, Cilicia, Mesopotamien, Teile von Kleinasien und
über ganz Persien . Seine Machtbefugnis umfaßte alle Christen
dieser Region - unabhängig von ihrer Nationalität, Rasse oder
Sprache. Die größeren Diözesen hatten einen Erzbischof
und die kleineren hatten Bischöfe, die ihres seelsorgerischen Amtes
walteten und ihm treu ergeben waren.
Maphrianate
(Katholikat) des Ostens
Die Länder, die jenseits der östlichen Grenzen des römischen
Imperiums lagen, waren als "der Osten" bekannt. Sie standen in der Zeit
Jesu Christi unter persischer Herrschaft. Von dort kamen die Weisen nach
Bethlehem, beteten Jesus Christus an und überreichten ihm ihre Geschenke.
Als sie in ihre Länder zurückkehrten, verkündeten sie die
Botschaft von der Geburt Jesu. Dort gab es eine jüdische Kolonie -
ein Teil davon befand sich zu Pfingsten in Jerusalem. Die Apostelgeschichte
nennt einige von ihnen, nämlich Parther, Meder, Elamiter und die Bewohner
von Mesopotamien . Es steht außer Zweifel, daß einige von ihnen,
die an Christus glaubten, das Evangelium in ihre Länder brachten.
Die Kirchengeschichte belegt schriftlich, daß Addai, einer der siebzig,
von seinem Bruder, dem Apostel Thomas, in das syrische Edessa, die Hauptstadt
des Königreiches der Abgariten, gesandt wurde. Er heilte ihren König,
Abgar V. von der Lepra und bekehrte ihn zusammen mit allen Bewohnern der
Stadt. Dann predigte Addai in Amed (Diarbakir), im Süden Arzens, im
östlichen Tal des Tigris und in Bazebdi. Danach kam er nach Hidiab
(Arbil) , wo er sich predigend mit seinem Freund, Mari, niederließ.
Die syrischen Historiker Mor Michael der Große, Bar Hebräus
und Bar Salibi, fügten hinzu, daß der Apostel Thomas diese Orte
auf seinem Weg nach Indien durchquerte und seine Einwohner missionierte.
Das zeigt, wie sich das Christentum seit dem ersten Jahrhundert über
den ganzen Osten ausbreitete. Kirchen wurden errichtet und Bistümer
gegründet. Zu Beginn des dritten Jahrhunderts wurde nach und nach
eine Anzahl von Bistümern errichtet und für sie eine oberste
Leitung in der kirchlichen Region der Jurisdiktion des apostolischen Bischofssitzes
von Antiochien mit Sitz in Madaen gegründet. Ihr Bischof wurde Bischof
des Ostens oder Katholikos genannt. Später wurde er auch als der Maphrian
des Ostens bekannt.
Der Katholikos des Ostens hatte in Zusammenarbeit mit dem Patriarchen
von Antiochien Generalbefugnis über die Kirchen seines Machtbereiches.
Die politische Situation behinderte diese Beziehung, da sich der Sitz des
Bischofs von Antiochien innerhalb des römischen Imperiums befand,
während der Osten dem persischen Machtbereich unterstellt war, denn
die Feindschaft zwischen des Persern und den Römern war groß
.
Im Jahre 431 exkommunizierte das Konzil von Ephesus Nestorius, den Patriarchen
von Konstantinopel. Einige Bischöfe aus Syrien ergriffen zusammen
mit der Mehrheit der Lehrer und Studenten der Schule in Edessa für
ihn Partei. Von da an breiteten sich die Lehren des Nestorius im Osten,
mit Ausnahme von Tikrit und Armenien, aus. Das Ergebnis war vom religiösen
und dogmatischen Standpunkt aus gesehen, die Teilung der Syrer in zwei
Gruppen. Die Teilung betraf auch die syrische Sprache, welche sich in ihrem
phonetischen und kalligraphischen Stil - genannt der westliche und der
östliche Dialekt - auseinanderzuentwicklen begann. Der westliche Dialekt
wurde in der Gegend von Damaskus und der östliche Dialekt in den Gebieten
von Mesopotamien, Irak und Aserbaidshan gesprochen. Der östliche Teil
unterbrach seine Beziehungen zum Bischofssitz von Antiochien, ausgenommen
die Orthodoxen im Irak , die - infolge großer Nöte - dem apostolischen
Bischofssitz von Antiochien weiterhin treu ergeben blieben. Im Jahre 480
verleumdete Barsouma, der nestorianische Bischof von Nusaibin, die treuen
Orthodoxen des Ostens bei Fairouz, dem persischen König, indem er
sie anklagte, daß sie im Interesse des byzantinischen Königreiches
spioniert hätten. Als Folge davon metzelte Fairouz viele von ihnen
- ihr unschuldiges Blut vergießend - hin. Nach dem Tode von Barsouma
besuchte Christophorus, der armenische Katholikos, den Osten und weihte
Mönch Garmai zum Bischof im Mönchskloster von St. Matthäus,
und gab ihm Vollmacht, wie der Katholikos des Ostens Bischöfe zu weihen.
Außerdem weihte Christophorus Mönch Ahodemeh zum Bischof von
Baerbye .
Im Jahre 559 besuchte Yacoub Baradaeus die Kirche im Osten und weihte
Ahodemeh zum obersten Bischof (Katholikos), und er wurde als erster oberster
Bischof des Ostens geweiht, nachdem die Nestorianer seinen Bischofssitz
erobert hatten. Im Jahre 628 wurde die Aussöhnung zwischen den Persern
und dem römischen Imperium erreicht. Patriarch Athanasius I. (595-631)
sandte seinen Sekretär Rabban Youhanna (Mönch) in den Osten.
Er traf mit Bischof Christophorus, Haupt des Mönchsklosters St. Matthäus,
zusammen und beriet mit ihm die Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen
dem Bischofssitz von Antiochien und der Kirche im Osten. Der Bischof berief
eine Synode ein, die von Mönch Youhanna und vier Bischöfen aus
der näheren Umgebung geleitet wurde. Sie wählten drei Mönche,
Marotha, Ithalaha und Aha, und ersuchten den Patriarchen, sie zu Bischöfen
zu weihen. Der Patriarch wollte den alten Brauch der östlichen Kirche
bewahren, nach dem in Abwesenheit des Katholikos und in einer extremen
Situation vorgesehen ist, daß drei Bischöfe gemeinsam einen
neuen Bischof weihen können. Dann weihten die östlichen Bischöfe
in Anwesenheit der Bischöfe des Patriarchen die erwählten Mönchsbischöfe.
Der Patriarch setzte Marotha, einen der drei neuen Bischöfe, als Bischof
(Katholikos) von Tikrit ein und gab ihm die Vollmacht, in seinem Namen
dem Osten vorzustehen. Der oben angeführte Vorfall zeigt, daß
die Kirche im Osten autonom war und daß ihr Katholikos, der vom Patriarchen
eingesetzt wurde, über alle seine Bistümer Befehlsgewalt hatte.
Der Katholikos weihte Bischöfe; der Patriarch weihte den Katholikos.
Auch können wir in der Geschichte der Kirche sehen, daß der
Patriarch von den Vätern der Kirche in Gemeinschaft mit dem Katholikos
auf den Thron gesetzt wurde. Mehrmals geschah es, daß die Kirche
sich spaltete, weil man diese Tradition brach.
Mar Marotha von Tikrit (im Jahre 649) war der erste, der Maphrian genannt
wurde. Seitdem erfolgte die Nachfolge der Maphrianate. Es ist erwähnenswert,
daß die Bistümer des Ostens an Zahl, Ansehen und Ausdehnung
zunahmen, daß sie die Diözesen des Bischofssitzes von Antiochien
sogar übertrafen, wie es in der Zeit von Mor Gregorios Bar Hebraeus,
den Maphrian des Ostens (1264 - 1286), der Fall war. Bar Hebraeus wird
geschätzt als einer der berühmtesten und gelehrtesten Maphriane
des Ostens. Der Hauptsitz des Maphrianates befand sich zuerst in Tikrit
und verblieb dort bis zum Jahre 1089. Anschließend wurde er an Mosul
übergeben. Alsdann fiel er bis 1152 an Tikrit zurück, als es
dem St. Matthäus Kloster übergeben wurde, und für einige
Zeit wechselte das Maphrianat nach Barttleh in der Nähe von Mosul,
um dann zu Mosul selbst zu gehören. In der Vergangenheit war es Brauch,
daß der Maphrian seinen bischöflichen Namen führte - selbst
nach seiner Einsetzung. Aber seit dem 16. Jahrhundert wurde entschieden,
daß er zu seinem ursprünglichen Namen den Namen Basselios hinzufügte.
Im Jahre 1860 nach dem Tode des Maphrian Mor Basselios Bahnam IV. von Mosul
wurde das Maphrianat aufgrund einer Entscheidung der Synode abgeschafft.
Die
Wiedereinsetzung des Amtssitzes des Maphrianates
Am 21. Mai 1964 wurde der Amtssitz des Maphrianates gemäß einer
Resolution der Synode, die in Kottayam, Südindien, gehalten wurde,
wiedereingesetzt. Sie wurde geleitet von S H. Mor Ignatius Yacoub III.,
dem Patriarchen von Antiochien und dem gesamten Osten und allen Bischöfen
der syrischen Kirche Indiens und drei Bischöfen des Mittleren Ostens,
die seine Heiligkeit auf seinem apostolischen Besuch begleitet hatten.
Der Autor dieses Buches war einer dieser drei Bischöfe. Es wurde entschieden,
daß der Hauptsitz des Maphrian in Indien sein sollte, und daß
die Jurisdiktion des Maphrianates nur auf Indien und die Region östlich
davon zu begrenzen ist. Seit 1964 wird der Maphrian durch die heilige Synode
der syrischen Kirche Indiens gewählt und durch S. H., den Patriarchen
von Antiochien und den gesamten Osten eingesetzt. Er repräsentiert
die Syrisch-Orthodoxe Kirche in Indien und beteiligt sich an der Universalsynode
der Kirche bei der Wahl des Patriarchen und seiner Einweihung. Der gegenwärtige
Maphrian ist S. E. Mor Basselios Paulos II.
Kirchenspaltung
in der Kirche von Antiochien
Die Kirche von Antiochien (Syrische Kirche) erlitt in ihrer Geschichte
schmerzliche Vorfälle, welche ihre Anhänger zu unterschiedlichen
Zeiten in verschiedene Gruppen teilte und sie schwächte. Es ist unbedingt
notwendig, in dieser Kürze die ganzen Vorfälle der Ereignisse
zu erwähnen. Von dem Jahre 330 bis zum Jahre 360 haben sechs Anhänger
von Arius(Arianer) den Bischofsstuhl an sich gerissen. Danach stand ihm
der Heilige Malatius im Jahre 381 vor. Es folgte Flabianus I. Während
der Herrschaft der beiden hat eine orthodoxe Bischofsgruppe den Bischof
Bolinos, danach Ogrijos (362-394) jeweils als Oberhaupt eingesetzt. In
der Zeit, in der Malatios ins Exil geschickt wurde, wurden zwei arianische
Eindringlinge und das Haupt der Appolianer als Oberhaupt eingesetzt . Diese
Trennung währte bis zum Jahre 412, als Mor Alexandros den Stuhl bestieg
und die Reihen der Orthodoxen einigte. Aber diese Vorfälle zerrissen
den Leib der syrischen Kirche und teilten ihr Volk in mehrere Kirchen wie
folgt: Im Jahre 431 verwarf das Konzil von Ephesus die Lehre von Nestorius,
des Patriarchen von Konstantinopel, der behauptete, daß Jesus aus
zwei getrennten Personen und Naturen bestand. Patriarch Youhanna von Antiochien
unterstützte ihn. Ihm schloß sich sein Neffe, Domnos, an. Das
Konzil von Ephesus im Jahre 449 hat ihn jedoch abgesetzt und an seiner
Statt Maximus eingesetzt.. Die Lehren von Nestorius wurden von einigen
Syrern im persischen Reich, in einigen Teilen Syriens, in Palästina
und Zypern angenommen. Sie schufen im Jahre 498 eine Kirche und brachen
mit dem Stuhl von Antiochien. Sie wählten sich selbst einen Führer,
der sich Katholikos nannte. Ihr erster Katholikos war Babai, der seinen
Hauptsitz in Seleucia in der Nähe von Madaen im Irak hatte. Er wurde
später im Jahre 762 an Bagdad abgetreten. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts
wechselte er nach Al-Kosh und im Jahre 1561 nach Ermia .
Im Ergebnis des Konzils von Chalcedon im Jahre 451 wurden die vier
großen Bischofssitze in zwei Gruppen gespalten, und Verwirrung herrschte
in der Kirchenordnung. Ungesetzliches Eingreifen trat in den verschiedenen
Bistümern auf und im Trüben zu fischen wurde als großer
Gewinn empfunden. Es gelang dem römischen Bischofssitz einen nestorianischen
Bischof, genannt Timotheus, Bischof von Zypern, zu gewinnen. Im Jahre 1445
schloß sich der Bischof mit einem Teil seiner Kirche an die katholische
Kirche an. Es muß daran erinnert werden, daß diese Gruppe einen
Teil der syrischen Kirche umfaßte, der schon die nestorianischen
Ideen angenommen hatte. Papst Ojanius IV. verkündete: "Es ist von
nun an nicht erlaubt, diese Syrer, die sich vom Nestorianismus abgewendet
haben, als Häretiker zu bezeichnen, und sie sollen ab heute Chaldäer
heißen." Fünf Jahre später, im Jahre 1450, kehrten sie
in ihre nestorianische Kirche zurück. Aufgrund der heftigen Kontroverse,
die in ihrer Kirche wegen der Beschlußfassung der Synode entstand,
daß kein anderer Patriarch eingesetzt werden darf von außerhalb
des Stammes des Patriarchen Shemoun, wurde eine Synode in Mosul einberufen,
mit dem Ergebnis, daß eine große Anzahl Shemoun verließ
und sich im Jahre 1553 dem römischen Bischofssitz anschloß.
Folglich weihte Papst Julius III. für sie den Patriarchen Yuhanna
Sulaka. Diese Trennung währte nicht lange, denn der Patriarch Yuhanna
Sulaka wurde im Jahre 1555 ermordet, und die Beziehungen zum römischen
Bischofssitz wurden unterbrochen.
Bis 1827 gab es zwei Patriarchen für die Chaldäer, einer von
ihnen wurde Patriarch von Amed, und der andere Patriarch von Babylon genannt.
In selben Jahr wurde die Unterscheidung zwischen den beiden Patriarchen
von Amed und Babylon durch Papst Leo XII. abgeschafft. Von 1830 an - das
ist die Zeit des Patriarchen Youhanna Hermezd - gab es nur einen Patriarchen,
der Patriarch von Babylon genannt wurde. Youhanna Hermezd war der erste
Patriarch der vereinigten Patriarchate von Babylon. In der Mitte des 19.
Jahrhunderts wurde Patriarch Yousef Odo58, der dafür bekannt war,
die orientalische Kirche in ihrer alten Tradition zu lieben, als Patriarch
von Babylon eingesetzt.
Kehren wir zum Bischofssitz von Antiochien zurück. Wir werden sehen,
daß er seit der Zeit von Maximos (im Jahre 449 - 512) widerrechtlich
in die Gewalt von Patriarchen geriet, die der Fassung des Konzils von Chalcedon
gefolgt waren, oder die von einer Seite auf die andere schwenkten. Während
dieser kritischen Periode wurde der berühmte Patriarch, Peter II.,
der bekannt ist als Al-Kassar, in den heiligen Bischofssitz von Antiochien
eingesetzt. Im Jahre 512 wurde Mor Sewerios auf den Thron als Patriarch
von Antiochien - als Nachfolger von Philibianos - gesetzt, der wegen seines
Schwankens im Glauben abgesetzt wurde. Mor Sewerios herrschte auf dem heiligen
Bischofssitz in Frieden bis 518. Als der orthodoxe Kaiser, Anastas, starb,
folgte ihm Justinos I., der ein Vertreter des Konzils von Chalcedon war.
Er sandte Mor Sewerios und die meisten der orthodoxen Bischöfe nach
Ägypten ins Exil, wo er im Jahre 538 verstarb. Mor Serjis folgte Mor
Sewerios auf dem heiligen Thron von Antiochien. Die ganze Zeit hindurch
bis auf den heutigen Tag hat das syrisch-antiochenische Patriarchat die
apostolische Sukzession auf diesem Stuhl bewahrt.
Die Anhänger des Konzils von Chalcedon ergriffen die günstige
Gelegenheit, während des Exils von Mor Sewerios aus ihrer Mitte heraus
selber Patriarchen mit dem Titel "Patriarch von Antiochien" einzusetzen.
Der berühmteste von diesen Patriarchen war Ephrem von Amed. Seit dem
Jahre 518 kamen mehrere byzantinische Patriarchen nacheinander. Die meisten
dieser byzantinischen Patriarchen waren Syrer, und andere kamen aus griechischen
Kolonien. Diese Patriarchen und ihre Nachfolger wurden "Melkiten" genannt,
was soviel wie "Nachfolger des Königs" bedeutet. Sie wurden so genannt,
seit sie der Lehre des Konzils von Chalcedon folgten, welche durch den
damaligen König angenommen wurde. Sie wendeten die syrischen Riten
bis in das 10. und 11. Jahrhundert an, bis sie zu den griechischen Riten
überwechselten. Aber wegen ihrer Unkenntnis der griechischen Sprache
wendeten sie die syrische Übersetzung der griechischen Riten an. In
späteren Jahrhunderten, nachdem sie die griechische Sprache gelernt
hatten, begannen sie die griechischen Riten sowohl in der der griechischen
als auch in der arabischen Sprachen zu verwenden. Sie sammelten die syrischen
Handschriften in der Bibliothek des St. Maria Mönchsklosters (ein
syrisches Mönchskloster, das die Griechen später in Besitz nahmen)
in dem Dorf Saidnaya in der Nähe von Damaskus und verbrannten sie
alle .
Zu Beginn des 7. Jahrhunderts entstand eine Kontroverse unter den Anhängern
des Konzils von Chalcedon innerhalb der Gerichtsbarkeit des Bischofssitzes
von Antiochien wegen des Auftretens eines neuen Dogmas von den zwei Willen
in Jesus Christus. Die Folge davon war, daß sich die maronitischen
Mönche im Libanon trennten und einen Patriarchen einsetzten. Im 12.
Jahrhundert vereinten sie sich mit dem römischen Bischofssitz und
begannen ihr Patriarchat "Das Patriarchat von Antiochien" zu nennen . Ferner
gab es da neue Gründungen von Patriarchaten von Antiochien - abgespalten
von dem Ursprungspatriarchat Antiochiens. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts
verließ eine Gruppe in Aleppo in Syrien unter dem Einfluß einiger
Kappuziner Mönche und mit der Unterstützung des französischen
Konsuls den heiligen Bischofssitz von Antiochien. Sie traten 1657 an einen
maronitischen Bischof heran, der für sie einen armenischen Priester,
Andreos Akhijian, weihte Dieser stammte eigentlich aus Mardin in der Türkei.
Er war Bischof, und sie nannten ihn Patriarch.
Das syrisch-katholische Patriarchat begann mit ihm. Sie nannten ihren
Patriarch "Patriarch von Antiochien". Zu Beginn des 18. Jahrhunderts fand
unter den Griechisch-Orthodoxen eine Spaltung statt. Sie begannen ihre
Patriarchate preiszugeben, um sich dem römischen Bischofssitz anzuschließen.
Sie gründeten für sich selbst ein getrenntes Patriarchat, welches
sie "Patriarchat von Antiochien" nannten. Sie sind als griechische Katholiken
bekannt.
Im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts schloß sich eine Gruppe
von Syrisch-Orthodoxen im Irak dem römischen Bischofssitz an. Dies
geschah durch die Raffinesse eines französischen Konsuls, der dem
osmanischen Herrscher empfahl, dem syrischen Volk hohe Steuern aufzuerlegen.
Auf der anderen Seite ermunterte er die dominikanischen Missionare, die
sich bereits im Irak befanden, die einfachen Leute zu überreden, daß
sie die Franzosen um Hilfe zu bäten, um die Bürden der hohen
Steuern loszuwerden. Als Bedingung sollten sie sich dann dem römischen
Stuhl unterwerfen. Dies zeigt, wie der Katholizismus sich im Irak ausbreitete.
Die erste Gruppe, die es wahrmachte, waren die Einwohner von Karakoush
im Jahre 1761. Später in der Mitte des 19. Jahrhunderts folgten ihnen
andere Gruppen von Bartelleh und Mosul .
Auf diese Weise widerstand die Syrisch-Orthodoxe Kirche den schweren Gewaltanwendungen
der byzantinischen Verfolgung und behielt den apostolischen Glauben bei,
der durch die drei ökumenischen Konzile bekräftigt wird. Der
heilige Bischofssitz von Antiochien blieb in Gemeinschaft mit dem Bischofsstuhl
von Alexandrien verbunden - die Armenisch-Orthodoxe Kirche und die Anhänger
der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Indien sowie die Äthiopische Kirche
sind bis heute in einem Glauben und einem Dogma vereint. Im 8. Jahrhundert
bezeichneten die Byzantiner in ihrem 7. Konzil die Syrisch-Orthodoxe Kirche
als die "Jakobitische Kirche" in Anlehnung an Mor Yacoub Baradaeus. Ihre
Absicht war, durch diese Bezeichnung die ehrwürdige und ursprüngliche
Kirche, die syrisch, also christlich-orthodox ist, herabzuwürdigen.
Obwohl Mor Yacoub tatsächlich einer ihrer berühmtesten und großen
Väter ist, ist er aber nicht ihr Gründer. Weil die Syrisch-Orthodoxe
Kirche nicht durch ihn gegründet wurde, und weil er nicht eine neue
Lehre in ihrem apostolischen Glauben einführte, erkennen wir den Titel
"Jacobitisch" nicht an . Außerdem müssen wir erwähnen,
daß die Syrisch-Orthodoxe Kirche die Bezeichnung "Monophysitisch",
von Eutyche, ablehnt. Diese Lehre von Eutyche beinhaltet, daß die
menschliche Natur in Jesus Christus in die göttliche Natur verwandelt
wurde und sich mit ihr vermischt und ihre Eigenschaften auflöst.
Eutyches und seine Lehren wurden von der Syrisch-Orthodoxen Kirche verworfen,
die den Lehren des St. Cyrilles von Alexandrien folgt, daß Jesus
Christus vollkommen ist in seiner Gottheit und vollkommen ist in seinem
Menschsein, und er hat eine Natur - vereint aus zwei Naturen - ohne jegliche
Vermischung, Vermengung und Verwechslung .
Ein Ergebnis der Unterdrückung der Führer der Syrisch-Orthodoxen
Kirche durch die byzantinischen Eroberer war, daß viele heilige Väter
gemartert wurden, etliche wurden verbannt, verschiedene andere verfolgt
und der Rest wurde zerstreut. Schließlich überlebten in der
Syrischen Kirche im Jahre 544 nur noch drei Bischöfe das Chaos und
die Unterdrückungen. In dieser kritischen Periode erweckte Gott der
Kirche einen unermüdlichen Mann, genannt Yacoub Baradaeus. Er ging
nach Konstantinopel und wurde ehrerbietig von der Königin Theodora,
der Tochter eines syrischen Priesters von Manbej in Syrien und Frau des
Eroberers Justinian, empfangen. Sie half den verbannten Bischöfen
und unterstützte sie in ihrer Bedrängnis. Durch ihren Einfluß
wurde Mor Yacoub im Jahre 544 durch Mor Theodosius, Patriarch von Alexandria,
der damals im Exil in Konstantinopel war, zum Generalbischof geweiht. Mor
Theodosius wurde von drei Bischöfen unterstützt, die auch in
Gefangenschaft waren. Nach seiner Weihung reiste er durch die Lande, um
die Kirchen aufzusuchen und die Gläubigen in ihrem Glauben zu festigen.
Am 30. Juli im Jahre 578 wurde er von seinem Herrn abberufen. An diesem
Tag gedenkt die Syrisch-Orthodoxe Kirche seiner .
Die
Syrisch-Orhtodoxe Kirche heute
Die Zahl der Anhänger der Syrisch-Orthodoxen Kirche beträgt ungefähr
zwei Millionen. Die Mehrheit von ihnen lebt in Indien, und der Rest ist
hauptsächlich in Syrien, Libanon, Irak, Jordanien, Türkei, Ägypten,
Europa, Nord- und Südamerika und Australien verstreut. Ihr gegenwärtiges
Oberhaupt ist Mor Ignatius Zakka I. Iwas, Patriarch von Antiochien und
dem ganzen Osten, der 122. Nachfolger von St. Petrus in gesetzmäßiger
Nachfolge der Patriarchen von Antiochien. Das Oberhaupt gilt als ein gemeinsamer
Vater aller Syrisch-Orthodoxen Kirchenglieder, wo immer sie sind. Ihm unterstehen
der Katholikos, die Bischöfe, Mönche, Diakone und die Laien aller
Ränge in der Syrisch-Orthodoxen Kirche. Der Name des Patriarchen ist
vor dem des Katholikos von Indien und der Bischöfe in ihren jeweiligen
Diözesen während der eucharistischen Feier, am Ende der täglichen
Gebete, an religiösen Feierlichkeiten wie Ordination, Weihungen etc.,
zu nennen. Sein Titel ist: "Seine Heiligkeit Mor Ignatius, Patriarch von
Antiochien und dem ganzen Osten und das Oberhaupt der Universal-Syrisch-Orthodoxen
Kirche". Sein religiöses Vorrecht schließt die Einsetzung des
Katholikos, die Weihung der rechtmäßig gewählten Bischöfe
und die Weihung des Chrisamöles ein, vorausgesetzt, daß mindestens
zwei Bischöfe mit ihm bei der Zeremonie anwesend sind. Er hat also
die Macht, Generalsynoden und andere Synoden, deren Vorsitzender er ist,
einzuberufen. Er kann nicht abgesetzt werden, es sei denn, er weicht vom
christlichen Glauben ab, oder folgt einer häretischen Glaubensrichtung,
die im Widerspruch zu den drei ökumenischen Konzilen (Nicäa,
Konstantinopel und Ephesus) und zu den Lehren der heiligen Väter steht,
oder wenn er vom kanonischen Recht abweicht, oder wenn er an geistiger
Verwirrung, die unheilbar ist, leidet, oder sich eines schweren Fehlverhaltens
schuldig macht.
Der Patriarch steht in der Verantwortung der heiligen Synode, bestehend
aus all den Bischöfen des apostolischen Bischofssitzes von Antiochien,
die als die oberste Autorität in der Kirche anzusehen ist. Die Synode
ist ausgestattet mit der Macht, die Patriarchen zu wählen und einzusetzen,
die Wahl der Bischöfe zu genehmigen und sie im Falle einer Abweichung
von der Lehre und dem kanonischen Recht zu prüfen sowie ihre Versetzung
von einem in einen anderen Bischofssitz, ihren Rücktritt oder ihre
Amtsenthebung anzunehmen oder abzulehnen, wenn notwendig. Die Synode hat
außerdem die Macht, über die Schaffung einer neuen Diözese
oder die Abschaffung einer schon existierenden zu entscheiden. Die Versammlung
der Synode ist legal, wenn an ihr mindestens 2/3 ihrer Mitglieder teilnehmen.
SynodaleEntscheidungen - getroffen durch die Mehrheit - werden wirksam
durch ihre Genehmigung vom Patriarchen .
Die Syrisch-Orthodoxe Kirche besteht heute aus 27 Diözesen, davon
sind 10 in Indien, und der Rest ist über verschiedene Teile der Erde
verteilt. Jede Diözese hat einen Bischof, der ihre geistlichen Belange
wie das Ordinieren ihrer Priester, Mönche und Diakone leitet. Er weiht
die Altäre, Kirchen und das heilige Öl für die Taufe, und
er führt die Verwaltung zu ihrem Wohl durch. Jede Diözese hat
einen Kirchen- und einen Laienvorstand, um dem Bischof bei seiner Amtsausübung
zu helfen. All diese Diözesen erhalten den orthodoxen Glauben der
Kirche aufrecht und bewahren ihre alten apostolischen Traditionen. Die
kirchlichen Riten werden in Syrisch und in lokalen Sprachen abgehalten.
In der Vergangenheit hatte die Kirche hunderte von Mönchsklöstern,
von denen einige noch existieren.
Die berühmtesten sind im Mittleren Osten:
1. das St. Matthäus Mönchskloster in der Nähe von Mosul
im Irak.
2. das St. Gabriel Mönchskloster in Tur Abdin in der Türkei;
(beides Klöster aus dem 4. Jahrhundert)
3. St. Hananya Mönchskloster, bekannt als Deir Al-Zaafan in der
Nähe von Mardin in der Türkei, gegründet im 8. Jahrhundert.
(In St. Gabriel und St. Hananya gibt es theologische Elementarschulen).
4. Dem St. Markus Mönchskloster in Jerusalem gebührt eine
Sonderstellung. Dort befindet sich der Raum, in dem Jesus mit seinen Jüngern
das Heilige Abendmahl einsetzte. Die Historizität hierüber ist
durch die Aufzeichnung, die unter dem Putz der Kirche des Mönchsklosters
1940 entdeckt wurde, bestätigt worden. Die Inschrift aus dem 6. Jahrhundert
ist in Syrisch und lautet: "Dies ist das Haus von Maria, der Mutter des
Johannes, genannt Markus."
Die Kirche hat zwei theologische Seminare, eines in den Bergen des Libanon
(Atschane) und das andere in Indien, wo Geistliche ausgebildet werden.
Die Syrisch-Orthodoxe Kirche entwickelt sich weiter, und sie wächst
sichtbar. In der Meinung eines griechischen Historikers: "Die Syrer sind
aktiv, fleißige Arbeiter und wirtschaftlich. Das ist es auch, warum
man unter ihnen kaum einen Bettler finden kann. Trotz all der großen
Krisen, die sie durchlaufen haben, erhielten sie ihren Lebensstandard durch
ihren Fleiß und wegen des Fernhaltens vom verschwenderischen und
ausschweifenden Leben der Ausländer." . Ein anderer Forscher der Episkopalkirche
sagte im letzten Jahrhundert das Folgende über die Syrisch-Orthodoxe
Kirche: "Es obliegt der Fügung Gottes, daß dieses Volk dennoch
neue Wurzeln schlagen konnte und Frucht hervorbrachte, denn es machte sich
frei von der fremden, dogmatischen Lehre und von der Übermacht der
Ausländer und von der Tyrannei und harten Verfolgung, die es lange
Zeit ertragen hat. In der gegenwärtigen Zeit ist es mit all seinen
Schwächen ein Repräsentant der alten Kirchen, die in einer vergangenen
Epoche sowohl im Osten als auch im Süden des Landes existierten."
Die Syrisch-Orthodoxe Kirche ist Mitglied des Ökumenischen Rates
der Kirchen, dem sie im Jahre 1960 durch den Einsatz des letzten Patriarchen,
Mor Ignatius Yacoub III., - Ehre seinem Andenken - beigetreten ist. Sie
ist heute durch den Erzbischof Mor Gregorius Youhanna Ibrahim von Aleppo
in seinem Zentralkomitee vertreten. Sie ist auch Mitglied in der Ratsversammlung
der lokalen Kirchen, arbeitet mit anderen christlichen Kirchen zusammen
und nimmt an den ökumenischen und theologischen Dialogen auf offiziellen
und inoffiziellen Ebenen teil.
Dies ist ein objektives Bild - vielleicht unvollkommen -, das ich von der
antiochienschen Kirche gezeichnet habe. Die ursprüngliche Kirche des
Ostens, die gemeinhin als die Syrisch-Orthodoxe Kirche bekannt ist, ist
ihrer Identität nach vollkommen in Glaube, Dogma, Liturgie, Dienst
und Verbreitung des Evangeliums bis an die äußerste Grenze des
Ostens. Diese Kirche wurde durch die Ereignisse der Geschichte stark in
Mitleidenschaft gezogen, und ihr Leib wurde durch Schismen zerrissen. Ich
bin hoffnungsvoll, daß wir zu den Ursprüngen ihrer Geschichte
zurückkehren, um ausführlich die Gründe ihres Zerfalls zu
studieren, nämlich die Zersplitterung ihrer Glieder, wodurch sie unterschiedliche
Namen erhielt und unterschiedliche Glaubensrichtungen einschlug. Durch
Gebet und Dialog werden ihre verstreuten Teile wieder zusammengebracht
und ihre Wunden geheilt. Gemeinschaft im Glauben wird unter ihren unterschiedlichen
Gliedkirchen wieder hergestellt, und Exkommunikationen und Bannflüche
werden beseitigt. Dann wird Gnade im Überfluß vorhanden sein
und zu der Einheit führen, wie sie bei den ersten Christen entsprechend
dem Geiste des Evangeliums vorhanden war, in Entsprechung zu der Bitte
Jesu: "Sie sollen alle eins sein." (Joh. 17, 21)
1. Die ganze Bibel: Neues Testament
2. Dr. George Post: Wörterbuch der heiligen Bibel,
2. Auflage, Beirut 1971
3. Satzung der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien
- Manuskript verbessert durch die Synode von Damaskus 1979
4. Al-Hidayat wa Quanim Al-Majame': Ein syrisches Manuskript
5. Eusebius von Caesarea: Geschichte der Kirche
6. Gregorius Yohanna Bar Habraeus: Übersicht über
die Nationen, Beirut 1958
7. Breasted: Früheres Zeitalter
8. Adai Ashir: Geschichte von Kaldo & Athur, Beirut
1913
9. Lemon der Franzose: Moukhtassar Twarikh Al-Kanisa,
übersetzt von Bischof Youssef Daoud, Mosul 1873
10. Kardinal Eugene Tissrand: Khoulassa Tarikhyia Lilkansia
Al-Kaldania; übersetzt von Bischof Suleiman Sayegh, Mosul 1939
11. Mari bn Suleiman: Akhbar Fatarikat Kursi Al-Mashreq,
aus dem Buch "Al-Majdal", Rom 1899
12. Hochwürden Butros Nassri: Dhakhirat Al-Adhan
fi Twarikh Al-Mashariqa wal Maghariba Al-Suryian, Mosul 1905
13. Bischof Gregorios Georges Shabin: Hahjon Wassim fi
Tarikh Al-Umma Al-Suryiania Al-Qawim, Homs 1911
14. Letus Al-Douairi: Mujaz Tarikh Al-Massihia, Ägypten
1949
15. Chabot: Aramäische Sprache und ihre Literatur,
übersetzt von Antoun Laurence, Jerusalem 1930
16. Ali Wafi: Feqh Al-Lougha, 2. Auflage, Kairo 1944
17. Hochwürden Ishaq Armeleh: Al-Salasel Al-Tarikhia,
Beirut 1910
18. Hochwürden Issa Assa'd: Al-Turfa Al-Naqia mn
Tarikh Al-Kanisa Al-Massihia, Homs 1924
19. Dr. Philip Hitti: Geschichte von Syrien, Libanon
und Palästina, Beirut
20. Assad Restom: Geschichte der Altstadt von Antiochien,
Beirut 1958
21. Dr. Anis Freha: Wörterbuch der Namen libanesischer
Städte und Dörfer
22. Jesuiten Pater De Friz: Al-Kersi Al-Rasouli Wal Patriarkia
Al-Sharqia Al-Catholikyia, veröffentlicht im Magazin "Al-Wehda filiman",
Libanon 1971
23. Patriarch Ephrem Barsoum: A) Al-lou`'lou' Al-Manthour
fi Tarikh Al-Eloum wal Adab Al-Suryiania, 3. Auflage, Bagdad 1976 B) Al-Durar
Al-Nafisa fi Mukhtassar Tarih Al-Kanisa, Homs 1940
24. Patriarch Yacoub III.: A) Tarikh Al-Kanisa Al Suryiania
Al-Antakyia, Beirut 1953, 1957 B) Dafakat Al-Tib fi Tarikh Deir Mar Matta
Al-Ajib, Zahle 1961 C) Kanisat Antakyia Souryia, Damaskus 1971 D) Al-Kanisa
Al-Suryiania Al-Antakyia Al-Arthodoxia (eine Vorlesung), Damaskus 1974
E) Man Hua Batriark Antakyia Al-Shar'i, veröffentlicht im Magazin
"Al-Mashreq von Mosul", 1. Jahrgang F)Al-Mujahed Al-Rassouliu Al-Akbar
- Mor Yacoub Bardaeus, Damaskus 1978
25. Patriarch Ephrem Rehmani: Al-Mababeth Al-Jalia fi
Al-Liturjiat Al-Sharqia, Al-Sharqia, Al-Sharfeh 1924
26. Patriarch Zakka I. Iwas: A) Al-Merqat fi Hayat Ra'i
Al-Rouat, Homs 1958 B) Al-Kanisa wa Mouqaoumat al-Majma' Al-Maskouni fiha,
Damaskus Patriachats Magazin, 10. Jahrgang, Nr. 96, 1972 C) Qeboul Al-Majame',
Damaskus, Patriachats Magazin, 11. Jahrgang, Nr. 108 D) Akidat Al-Tajsed
Al-Ilahi fi Al-Kanisa Al-Suryiania Al-Orthodoxia, 2. Auflage, Aleppo 1980
27. Bischof Youhanna Dolabani: Al-Mithal Al-Rabani, Buenos
Aires 1942
28. Erzdiakon Ne'matallah Denno: Iqamat Al-Dalil ala
Istemrar Al-Esm Al-Assil, Mosul 1949
Es wurde auf die Anmerkungen
verzichtet
(Suryoyo Online)
Übersetzt von Rolf Boy und Amill Gorgis,
Berlin 1994
Web Master: Gabriel
Rabo
Stand: 20.11.1997
Copyright 1997