Die Dauerversuchsflächen des FZW




Die Dauermeßflächen bieten die einzigartige Möglichkeit, mittel- und langfristige Veränderungen im Stoffhaushalt von Waldökosystemen zu erkennen. Die Annäherung bzw. Entfernung von einem Fließgleichgewicht der Einträge und Austräge lassen Rückschlüsse auf den Zustand des Ökosystems zu. Sie bieten eine Grundlage für die Beurteilung der momentanen Belastungssituation und für eine Prognose der künftigen Entwicklung des Ökosystems. Dies ist jedoch nur möglich, wenn langjährige Meßreihen der relevanten ökologischen Parameter vorliegen. Bei kurzzeitigen Messungen geht ein langfristiger Trend in den annuellen Schwankungen, z.B. des Klimas, unter und ist nicht zu identifizieren. So liegen von den Versuchsflächen im Solling seit 1969 kontinuierlich Langzeit-Meßreihen und Datensätze vor, die weltweit einmalig sind und einen unschätzbaren wissenschaftlichen Wert darstellen. Daß ökosystemrelevante Parameter über lange Zeit erhoben werden, ist also eine unabdingbare Voraussetzung dafür, gerichtete Entwicklungen eines Waldökosystems zu erkennen. Das Forschungszentrum Waldökosysteme ist in der glücklichen Lage, auf mehrere Dauermeßflächen in repräsentativen Waldökosystemtypen zurückgreifen zu können. Die Vielzahl von Flächen erlaubt vergleichende Untersuchungen an unterschiedlichen Standorten - beispielsweise auf basenarmen und basenreichen Böden - sowie an unterschiedlichen Baumarten. Die wichtigsten Dauerversuchsflächen des Forschungszentrums Waldökosysteme liegen im Solling , im Harz , bei Zierenberg in der Nähe von Kassel, im Göttinger Wald und in der Lüneburger Heide.



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