Manfred Frank über sich selbst

 

Ich habe zahlreiche Einladungen zu Gastprofessuren an verschiedenen amerikanischen, australischen und europäischen Universitäten und Institutionen erhalten und wurde am 5. Mai 1989 ins Wissenschaftskolleg Berlin eingeladen (ohne bisher annehmen zu können). Im WS 1985/86 war ich erster Legat der vom Suhrkamp Verlag und der Universität Tübingen gestifteten "Ernst-Bloch-Professur". 1986 erhielt ich (ohne Bewerbung) einen Ruf an die University of Davis (California). Im Frühjahr 1988 hielt ich eine Reihe von Vorlesungen an der University of Irvine/California. 1989 lud mich Richard Rorty als Fellow des neugegründeten "Commonwealth Centre for Literary and Cultural Change" nach Charlottesville ein (ich konnte nicht annehmen). Im Oktober 1990 gab ich die Christian Gauss Seminars in Criticism an der Universität Princeton. Am 17. Februar 1992 erhielt ich, auf Betreiben von Reinhard Koselleck und François Furet, eine Einladung des Committee for Social Thought an der Universität Chicago zu einer ständigen Professur (als Kolleger Paul Ricœurs) für 'deutsche Philosophie von Kant bis Heidegger' (ohne anzunehmen). Im selben Jahr lud mich Richard Bernstein für unbestimmte Zeit als Gastprofessor (Theodor Heuss Professur, die mir schon früher gelegentlich angeboten worden war) an die Graduate Faculty der New School for Social Reasearch nach New York (ich konnte erst im Herbstsemester 1998 annehmen; Bernstein bot mir am 21. Februar 1999 eine "full time permanent position" ebendort an; ich würde eine regelmäßige, aber nicht ständige Lehre an der New School erwogen haben und lehnte ab). Im Frühjahr 1992 lehrte ich an der Washington-University in Seattle und im Frühjahr 1993 an der Emory University in Atlanta. Im April 94 wurde ich zu den Hall-Lectures nach Iowa geladen. 1993 wurde mir eine Woodruff-Professur für Philosophie an der Emory University (Atlanta) angeboten, ebenso 1995 eine Gastprofesur ebendort fürs Frühjahr 1996 (ich konnte beides nicht annehmen). 1994 erhielt ich die erste Spinoza-Professur an der Universität Amsterdam (für Juli 1995). Im Februar 95 lud mich das Philosophy Department der University of Notre Dame zu den "Ernan McMullin Perspectives in Philosophy Lecture Series by Distinguished Philosophers" (Thema: "The Philosophy of Manfred Frank") und für ein Gastsemester ein (ich nahm an für die Woche vom 25.-29. März 1996). Mitte April 2000 gab ich an der University of South-Carolina (Columbia) Vorlesungen über "The Origins of Early German Romanticism". Im Mai 1999 erhielt ich eine vom Philosophischen und vom Komparatistischen Department der Universität Princeton eine Einladung zu einem Gastjahr, die ich nicht annahm. Ende April 2000 wurde mir meine "nomination for a Fellowship of the Council of the Humanities for the Fall term (2001) or the Spring term (2002)" mitgeteilt.

Am 28. 3. 1994 beschloß der Senat der Universität Cluj (Rumänien) einstimmig, mir die Ehrendoktorwürde zu verleihen (ich erhielt die offizielle Einladung zur Entgegennahme vom Rektor Prof. Simion Simon am 27. April 1999).

Mit Schreiben vom 20. November 1995 teilte mir der französische Botschafter in Bonn mit, die französische Regierung habe mich zum "officier dans l'Ordre des Palmes Académiques" ernannt mit folgender Begründung: "cette distinction consacre une activité que vous ne cessez de mener depuis de longues années en faveur de la connaissance de la culture française et de la coopération entre la France et l'Allemagne". Der Orden wurde mir am 15. Februar 96 im Institut culturel Franco-Allemand Tübingen verliehen. Seit Juni 96 bin ich zum Mitglied der Académie internationale de philosophie de l'art (Sitz Genf und Bern) gewählt. Am 5. Juli desselben Jahres wurde ich (auf Vorschlag von Iring Fetscher) zum Mitglied der Société Européenne de Culture (Sitz in Venedig) ernannt. Ich bin ferner seit einigen Jahren Mitglied der "Academia Europaea" (London).

1980 bis 81 gab ich ein "Deutsch-Französisches Jahrbuch für Text-Analytik" heraus, war eine Weile Mitglied der Kern-Gruppe von "Poetik und Hermeneutik" (die Loslösung geschah auf meine Initiative), bin Redaktionsmitglied der "Revue internationale de philosophie", im wissenschaftlichen Beirat von "Common Knowledge", der "Zeitschrift für philosophische Forschung", des "Kritischen Journals der Philosophie", der in den Niederlanden erscheinenden "philosophical explorations" (die sich als Forum verstehen, große Themen der nachhegelschen Philosophie "in einem analytischen Stil" zu behandeln), der neukonstituierten "arcadia. Zeitschrift für allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft" und einiger unbedeutenderer Revuen, ferner Mit-Hauptherausgeber der "Bibliothek der Philosophie" des Deutschen Klassiker Verlags.

Ich leite seit dem Winteresemester 1996/97 ein in den Anfangsjahren von der DFG gefördertes Forschungsprojekt über "philosophische Grundlagen der Frühromantik (die Fichte-Studien des Novalis und die frühesten Philosophischen Lehrjahre von Friedrich Schlegel)". Wissenschaftliche Mitarbeiterin ist Frau Dr. Violetta Waibel.

Verheiratet war ich seit dem 23. Mai 1969 mit Ulrike, geb. Renner; unsere Tochter Susanne Bettina wurde am 9. Juli 1970 in Heidelberg, unser Sohn Michael Clemens am 2. Dezember 1974 in Neuß geboren. Seit 1987 lebe ich von meiner Frau getrennt, seit dem 12. April 1996 geschieden.

Aus der Verbindung mit Frau Dr. Véronique Zanetti habe ich einen Sohn Gabriel Benjamin, geb. am 7. 2. 1995.

 

http://www.uni-tuebingen.de/philosophie/frank/vitae.htm