B. Material und Methoden
Die in der vorliegenden
Arbeit untersuchten Larven der Art Halicryptus spinulosus stammen
sämtlich aus der westlichen Ostsee (Kieler Bucht). Sie wurden
im November 1991 aus ca. 20 m Tiefe durch Entnahme von Sedimentproben
mit Hilfe eines Bodengreifers gewonnen.
Die Auswertung der Sedimentproben
fand in Göttingen statt. Dazu wurde das Feinsediment durch
ein Sieb mit 250 µm Maschenweite ausgewaschen. Das verbleibende
gröbere Material wurde anschließend direkt unter dem
Binokular nach den Larven durchsucht. Die gefundenen Tiere wurden
noch am selben Tag fixiert.
Für die Elektronenmikroskopie
kamen zwei Fixative zur Anwendung. Die Larve c wurde für
3,5 Std. in Trialdehyd-Lösung (2,5% Glutaraldehyd + 1% Formaldehyd
1 : 1 in 0,1 M Natriumcacodylat-Puffer pH = 7,2; t = 4ºC) fixiert.
Die Larven a und b wurden für 3 bis 3,5 Std.
in 2,5% Glutaraldehyd-Lösung in 0,1 M Natriumcacodylat-Puffer
( pH = 7,2 ; t = 4ºC) fixiert. (Die Bezeichnungen der Larven
sind willkürlich, da es sich wahrscheinlich nicht um aufeinanderfolgende
Stadien handelt).
Nach mehrmaligen Auswaschen
des Fixatives mit 0,1 M Natriumcacodylat-Puffer erfolgte eine Reinigung
der mit Sediment behafteten Tiere im Ultraschallbad ( 40 kHz) für
5 bis 10 sec.
Zur Nachfixierung kamen
die Tiere für 3,5 Std. in 1% ige OsO4-Lösung
(t = 4ºC). Über eine aufsteigende Aceton-Reihe wurden
die Tiere entwässert, und über das Zwischenmedium Propylenoxyd
in Araldit überführt. Um eine gute Infiltration zu gewährleisten,
verblieben die Tiere für 24 Std. in einem Propylenoxyd/Araldit-Gemisch.
Nach dem Abdampfen des Propylenoxyds wurden die Tiere in frisches
Araldit überführt und dort für weitere 30 Std. belassen.
Anschließend kamen sie für 24 Std. in Araldit mit Beschleuniger,
ehe die endgültige Einbettung und das Aushärten des Araldit
für 72 Std. bei 60ºC erfolgte.
Von den Larven a
und c wurden mit Glas- und Diamantmessern am Reichert OmU
3 und am Reichert-Jung Ultracut E Querschnittserien, von der Larve
b Längsschnitte der jeweils vorderen Körperhälfte
angefertigt. Die Größe der untersuchten Larven variierte
zwischen 760 µm (Larve a), 980 µm (Larve b) und 1150 µm
(Larve c) Loricalänge. Die Ultradünnschnitte wurden im
Kontrastierautomaten LKB Ultrastainer 2168 mit Bleicitrat (30 min./25ºC)
und Uranylacetat (30 min./25ºC) kontrastiert. Die Schnittserien
sind am Elektronenmikroskop Zeiss EM 900 bei 50 kV ausgewertet worden.
Für die Rasterelektronenmikroskopie
wurden weitere Larven und zwei Exuvien von Halicryptus spinulosus
verwendet. Um zu vermeiden, daß sich die Larven bei der Fixierung
vollständig kontrahieren, wurden sie mit 7% iger MgCl2-Lösung
betäubt. Diese Behandlung verlangsamte jedoch nur die Bewegung,
konnte sie aber nicht ganz verhindern. Deswegen wurde versucht,
die Tiere durch leichten Druck auf den hinteren Teil der Lorica
mit Hilfe einer Wimper im gestreckten Zustand zu halten, während
die Glutaraldehyd-Lösung zugegeben wurde. Ansonsten entsprach
die Fixierung dem für die TEM beschriebenem Verfahren.
Nach der Entwässerung
über eine aufsteigende Aceton-Reihe, erfolgte die Trocknung
in flüssigem CO2 im Balzer CPD 030 Critical Point
Dryer. Nach dem Bedampfen mit Gold im Balzer SCD 050 Sputter Coater
(250 - 350 sec./ 25mA), erfolgte die Auswertung am Rasterelektronenmikroskop
Zeiss Novascan 30.
|