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Meine Anschrift:

Christian Lemburg

Institut für Zoologie und Anthropologie

Abtlg. Morphologie, Systematik und Evolutionsbiologie

Berliner Str. 28 

D-37073 Göttingen

Tel.: ++49-0551-395517 
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B. Material und Methoden

Unten

Die in der vorliegenden Arbeit untersuchten Larven der Art Halicryptus spinulosus stammen sämtlich aus der westlichen Ostsee (Kieler Bucht). Sie wurden im November 1991 aus ca. 20 m Tiefe durch Entnahme von Sedimentproben mit Hilfe eines Bodengreifers gewonnen.

 

Die Auswertung der Sedimentproben fand in Göttingen statt. Dazu wurde das Feinsediment durch ein Sieb mit 250 µm Maschenweite ausgewaschen. Das verbleibende gröbere Material wurde anschließend direkt unter dem Binokular nach den Larven durchsucht. Die gefundenen Tiere wurden noch am selben Tag fixiert.

 

Für die Elektronenmikroskopie kamen zwei Fixative zur Anwendung. Die Larve c wurde für 3,5 Std. in Trialdehyd-Lösung (2,5% Glutaraldehyd + 1% Formaldehyd 1 : 1 in 0,1 M Natriumcacodylat-Puffer pH = 7,2; t = 4ºC) fixiert. Die Larven a und b wurden für 3 bis 3,5 Std. in 2,5% Glutaraldehyd-Lösung in 0,1 M Natriumcacodylat-Puffer ( pH = 7,2 ; t = 4ºC) fixiert. (Die Bezeichnungen der Larven sind willkürlich, da es sich wahrscheinlich nicht um aufeinanderfolgende Stadien handelt).

 

Nach mehrmaligen Auswaschen des Fixatives mit 0,1 M Natriumcacodylat-Puffer erfolgte eine Reinigung der mit Sediment behafteten Tiere im Ultraschallbad ( 40 kHz) für 5 bis 10 sec.

 

Zur Nachfixierung kamen die Tiere für 3,5 Std. in 1% ige OsO4-Lösung (t = 4ºC). Über eine aufsteigende Aceton-Reihe wurden die Tiere entwässert, und über das Zwischenmedium Propylenoxyd in Araldit überführt. Um eine gute Infiltration zu gewährleisten, verblieben die Tiere für 24 Std. in einem Propylenoxyd/Araldit-Gemisch. Nach dem Abdampfen des Propylenoxyds wurden die Tiere in frisches Araldit überführt und dort für weitere 30 Std. belassen. Anschließend kamen sie für 24 Std. in Araldit mit Beschleuniger, ehe die endgültige Einbettung und das Aushärten des Araldit für 72 Std. bei 60ºC erfolgte.

 

Von den Larven a und c wurden mit Glas- und Diamantmessern am Reichert OmU 3 und am Reichert-Jung Ultracut E Querschnittserien, von der Larve b Längsschnitte der jeweils vorderen Körperhälfte angefertigt. Die Größe der untersuchten Larven variierte zwischen 760 µm (Larve a), 980 µm (Larve b) und 1150 µm (Larve c) Loricalänge. Die Ultradünnschnitte wurden im Kontrastierautomaten LKB Ultrastainer 2168 mit Bleicitrat (30 min./25ºC) und Uranylacetat (30 min./25ºC) kontrastiert. Die Schnittserien sind am Elektronenmikroskop Zeiss EM 900 bei 50 kV ausgewertet worden.

 

Für die Rasterelektronenmikroskopie wurden weitere Larven und zwei Exuvien von Halicryptus spinulosus verwendet. Um zu vermeiden, daß sich die Larven bei der Fixierung vollständig kontrahieren, wurden sie mit 7% iger MgCl2-Lösung betäubt. Diese Behandlung verlangsamte jedoch nur die Bewegung, konnte sie aber nicht ganz verhindern. Deswegen wurde versucht, die Tiere durch leichten Druck auf den hinteren Teil der Lorica mit Hilfe einer Wimper im gestreckten Zustand zu halten, während die Glutaraldehyd-Lösung zugegeben wurde. Ansonsten entsprach die Fixierung dem für die TEM beschriebenem Verfahren.

 

Nach der Entwässerung über eine aufsteigende Aceton-Reihe, erfolgte die Trocknung in flüssigem CO2 im Balzer CPD 030 Critical Point Dryer. Nach dem Bedampfen mit Gold im Balzer SCD 050 Sputter Coater (250 - 350 sec./ 25mA), erfolgte die Auswertung am Rasterelektronenmikroskop Zeiss Novascan 30.

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  © Christian Lemburg, 2000
Letzte Änderung: 07.08.2008