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Meine Anschrift:

Christian Lemburg

Institut für Zoologie und Anthropologie

Abtlg. Morphologie, Systematik und Evolutionsbiologie

Berliner Str. 28 

D-37073 Göttingen

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A. Einleitung

Unten

 

Die Priapulida sind ein artenarmes Taxon ausschließlich mariner Organismen. Die Priapulida sind durch den Besitz eines bezahnten Pharynx als Monophylum gut zu begründen. Es fehlen hingegen konsequent phylogenetisch begründete Hypothesen zu den Verwandtschaftsverhältnisse der 16 beschriebenen Arten zueinander. Auch die Stellung der Priapulida innerhalb der Bilateria ist nicht unumstritten (Por 1983). Von Hyman (1951) werden die Priapulida aufgrund der pseudocoelomaten Leibeshöhle und dem, mit den Kinorhyncha vergleichbaren Introvert in die Nemathelminthes gestellt. Innerhalb der Nemathelminthes wird von vielen Autoren eine nähere Verwandtschaft zwischen den Priapulida, Kinorhyncha und Loricifera vermutet (Hammarsten 1915, Hyman 1951, Kristensen 1983, Kristensen & Higgins 1991, Storch et al. 1990). 

 

Verschiedenen Vertreter der meiobenthischen Priapulida sind seit der Entdekung von Tubiluchus corallicola van der Land, 1968 Gegenstand elektronenmikroskopischen Untersuchungen gewesen (Morse 1981, Storch & Alberti 1985, Storch et al. 1989 a, b, 1990, Wolter 1987). Dabei wurden in der Regel nur die Adulti untersucht. Wenige ultrastrukturelle Arbeiten über die Larven sind erst in jüngster Zeit erschienen (Higgins & Storch 1989, Higgins et al. im Druck, Storch & Higgins 1991).

 

Die Larve von Halicryptus spinulosus von Siebold, 1894 wurde bereits von Storch & Higgins (1991) grob ultrastrukturell untersucht. Da eigene Voruntersuchungen abweichende Ergebnisse ergaben, ist eine detailierte Nachuntersuchung der Larve wünschenswert.

 

In der vorliegenden Arbeit werden die Rezeptoren in der vorderen Körperregion der Larven von H. spinulosus ultrastrukturell untersucht. Dabei wird besonderer Wert auf die Beschreibung der Rezeptoren in den Skaliden gelegt. Anhand lichtmikroskopischer oder rasterelektronenmikroskopischer Untersuchungen sind bisher keine Merkmale bekannt, anhand derer eine sichere Homologisierung der einzelnen Skalidenkreise möglich wäre.

 

Aufgrund der Ergebnisse konnten einige Merkmale in das Grundmuster der Priapulida eingetragen werden. Anhand anderer Merkmale werden prinzipielle Probleme bei der Erstellung des Grundmusters der Priapulida diskutiert.

 

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  © Christian Lemburg, 2000
Letzte Änderung: 07.08.2008