Tel.: 0551/39 9863 Raum: 1.129 Auditorium E-mail: bgroneb@gwdg.de Sprechstunde: Di. 13.00 - 14.00 Uhr
Tel.: 0551/39 9870 Raum: 1.124 Auditorium E-Mail : Annette.Zgoll@phil.uni-goettingen.de Während der Semesterferien wird die Sprechstunde von Frau Prof. Dr. Zgoll ab August dienstags 13:30 – 14:30 Uhr stattfinden.
Tel.: 0551/39 4403 Raum: 1.126 Auditorium E-mail: wschram@gwdg.de Sprechstunde: Mo., Do. 10.00 - 11.00 oder n. V.
Tel.: 0551/39 13265 Raum: 1.128 Auditorium E-mail: kai.laemmerhirt@gmx.de Sprechstunde: n.V.

Studium der Klassischen Archäologie und Assyriologie (Altorientalistik),
der Vorderasiatischen Archäologie, der Islamkunde und Semitistik
in Münster und Tübingen. Zum Hauptfachstudium gehörten
neben dem Erlernen der Keilschriftsprachen Assyrisch, Babylonisch,
Sumerisch und Hethitisch auch das Klassische Arabische, Türkische
und Hebräische sowie die Westsemitische Epigraphik (Phönizisch-Punisch).
Akademische Lehrer: W. von Soden, W. Röllig, R. Paret, H.
Wehr, R. Opificius, M. Hausmann.
| 1972 | Promotion bei W. von Soden (Münster)
mit "Untersuchungen zum hymnisch-epischen Dialekt der altbabylonischen
Texte" (Diss. Masch. Münster, publiziert im Privatdruck
[300 Expl.] 1972), 197 S. + I-IV - Beschreibung eines literarischen Dialekts der altbabylonischen Zeit (1. Hälfte des 2. Jt. v. Chr.)- |
| 1974 - 1987 | Wiss. Mitarbeiterin am Sonderforschungsbereich 19, Tübinger Atlas des Vorderen Orients (1 Jahr), dann Wiss. Assistentin am Altorientalischen Seminar der Eberhard-Karls Universität Tübingen. |
| 1985 | Habilitation an der Universität
Tübingen mit Syntax, Morphologie und Stil der jungbabylonischen
"hymnischen" Literatur. Teil 1 Grammatik (211 S., +
V-X), Teil 2 Belegsammlung und Textkatalog, Freiburger Altorientalische
Studien Bd. 14,1 und 14,2 (Stuttgart 1987), 190 S., + V-XVI - Grammatik der Sprache der Lyrik des 1. Jt. v. Chr.- |
| 2006 - 2008 | Vizepräsidentin der Georg-August Universität Göttingen |
Auslandsaufenthalte:
- in USA von 1976-1977 und 1987 als Mitarbeiterin am Chicago Assyrian
Dictionary, University of Chicago
- in Paris 1989 als "directeur de recherche" in der
équipe von Mari, CNRS, Paris.
Professur für Altorientalistik
- ab WS 1990 an der Universität Hamburg
- ab WS 1999 an der Universität Göttingen
Internationale Vorträge in den letzten 10 Jahren:
| 1994 | Université de Liège, Centre d`Histoire des Religions, Belgien: "Vers une typologie de la religion mésopotamienne" |
| 1995 | Sydney University, Department of Classical Studies, Australien: "Some Problems concerning the interpretation of Old Babylonian Hymns" |
| 1996 | Collège de France, Paris :"Cinq chants d´amour. La littérature de cour à l´époque babylonienne ancienne". Anlässlich dieser Veranstaltung Verleihung der Medaille des Collège de France "Francois I." |
| 1997 | Eröffnung des Fachkongresses der American
Oriental Society in Miami Festvortrag: "Transvestite Rites and the cult of Ischtar" |
| 1997 | Tokyo State University, Japan: "Ceremonial Rites in Ancient Mesopotamia" |
| 1998 | Université de Lille, France: "Animals as Symbols of Gods in Mesopotamia" |
| 2000 | Universität Leiden, The Netherlands, Seminar
für Assyriologie: "An Old Babylonian Prayer to the personal God" |
| 2001 | University of Oxford, England: "The Goddess Gula" |
| 2002 | University of Helsinki, Finnland: "More on the "Faithful Lover" |
Forschungsschwerpunkte:
I. Babylonisch-assyrische
Grammatik und Grammatiktheorie
II. Mesopotamische Religionsgeschichte
III. Mesopotamische Literatur
IV. Assyriologische Wissenschaftsgeschichte
I. Eines meiner Interessengebiete ist die akkadische Dialektgrammatik. In meiner Habilitation habe ich versucht, die archaische und fast erstarrte Struktur des jüngeren literarischen akkadischen Dialektes mit dem methodischen Ansatz der Phrasenstrukturgrammatik zu analysieren. Diese Methode schien mir deshalb besonders geeignet, da sie aufgrund der in den semitischen Sprachen vorhandenen Nukleuskonzentrierung die semantische Struktur offen legt. Es stand hier also weniger die Anwendung der Methode im Vordergrund als das Bemühen um eine andere als junggrammatische Sicht auf unsere spezifische Sprache.
II. Aus der Beschäftigung mit
akkadischer Literatur erwuchs das Interesse an der mesopotamischen
Religion, denn bis auf die erzählende ("epische")
Literatur, wenige Satiren und Königsinschriften handelt es
sich in Mesopotamien um religiöse Literaturwerke, meistens
um Hymnen und Gebete an GöttInnen.
Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Forschungsvorbereitungen erschien
im August 2004 mein Buch über "Die Götter des Zweistromlandes"
(Alt-Iraq und Syrien).
Ein weiterführender Artikel "Aspekte der Göttlichkeit
in Mesopotamien" (Göttingen, im Druck) greift die Frage
nach der visuellen und ikonografischen Darstellung von göttlichen
Wesen auf.
III. In mehreren Publikationen arbeite
ich an Fragestellungen zur mesopotamischen Literatur und Literaturgeschichte.
Eines meiner Anliegen ist es, Gattungen formal zu bestimmen. Das
ist insofern von Bedeutung, weil es sich um die frühesten
Literaturen komplexer Gesellschaften überhaupt handelt. Aus
diesem Grund muss die "Eigenbegrifflichkeit" dieser
Literatur erarbeitet werden. Ausser den bekannten literarischen
Formen der europäischen Kulturen sind eigene Formen zu erwarten,
für die der Blick erst geöffnet werden soll. Ein Überblick
über die Anfänge der akkadisch-sprachlichen Literatur
ist schon erschienen ( "Die Liebesbeschwörung MAD V
8 und ihr literarischer Kontext"). Zum Zeitpunkt der ersten
Niederschriften von akkadisch-sprachlicher poetischer Literatur
lässt sich der bedeutsame Schritt zur Niederschrift auch
von alltagssprachlichen Texten dokumentieren.
Seit einigen Jahren arbeite ich an einer akkadischen Literaturgeschichte,
die nicht bibliografisch ausgerichtet ist (dafür bestehen
gute Vorarbeiten) und nicht als Thesaurus geplant ist (dafür
besteht ein englischsprachiger Vorläufer), sondern eine formal-systematische
Beschreibung der Literatur enthalten soll. Ein vergleichbares
Werk fehlt bisher völlig. Als Erscheinungsjahr ist das Jahr
2008 geplant. Wichtig ist daneben die Zusammenstellung eines diese
Studie begleitenden "Lesebuches" (Reader), das bisher
nicht besteht. Wie die Klassikserien anderer Sprachen auch, soll
dieser Reader nicht nur Übersetzungen enthalten, sondern
einen akkadischen Normtext und dessen Übersetzung.
Ishtar-Bagdad
(IM 58424)
Fotos vom Abklatsch der Tafel
| Fotos der Vorderseite | Fotos der Rückseite |
| Ansicht 1 | Ansicht 1 |
| Ansicht 2 | Ansicht 2 |
| Ansicht 3 | Ansicht 3 |
| Ansicht 4, seitlich | Ansicht 4, seitlich |
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| Detailansichten der Vorderseite | Detailansichten der Rückseite |

| 1970 | Geboren in Freiburg, Breisgau |
| 1988 - 1990 | Grundstudium an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster: Altorientalische Philologie und Altertumskunde, Ägyptologie, Altes Testament |
| 1990 - 1992 | Hauptstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität München |
| WS 1991/92 | Magisterarbeit, Thema: Akkadische Handerhebungsgebete an Ishtar - Studien zur literarischen Form |
| Juli 1992 | Magister artium in den Fächern Assyriologie, Ägyptologie und Altes Testament (mit Auszeichnung) |
| 1992 - 1996 | Promotionsstudium Assyriologie (Hauptfach), Ägyptologie und Altes Testament (Nebenfach) an der Ludwig-Maximilians-Universität München Edition eines sumerischen Liedes der Hohenpriesterin En-hedu-Ana auf der Basis von über 100 Textzeugen |
| 1996 | Promotion Rigorosum in den Fächern Assyriologie, Ägyptologie und Altes Testament (summa cum laude) Drucklegung der Dissertation, welche 1997 unter dem Titel Der Rechtsfall der En-hedu-Ana im sumerischen Lied nin-me-shara in der Reihe Alter Orient und Altes Testament erscheint |
| 1999 - 2002 | Wissenschaftliche Assistentin C1 am Altorientalischen Institut der Universität Leipzig |
| seit 2002 | Wissenschaftliche Oberassistentin C2 am Altorientalischen Institut der Universität Leipzig |
| Okober 2001 | Fertigstellung der Habilitationsschrift Traum und Welterleben im Antiken Mesopotamien. Beiträge zu einer Kulturgeschichte des Träumens |
| April 2002 | Ernennung zum Dr.habil. und zur Privatdozentin mit Lehrbefugnis für Altorientalistik an der Universität Leipzig |
| SS 2003 | Geschäftsführung des Altorientalischen Institutes der Universität Leipzig |
| 2008 | Christian-Gottlob-Heyne-Professur für Altorientalistik am Seminar für Altorientalistik der Georg - August Universität Göttingen |
| Seit April 2008 | Geschäftsführende Direktorin des Seminars für Altorientalistik |
Forschungsaufenthalte an Museen und Sammlungen
| Juni 1993 | Ashmolean Museum Oxford, British Museum London |
| 1993 - 1994 | The University Museum of Philadelphia; Yale University (New Haven/ Connecticut); University of California, Berkeley; University of Chicago; Harvard University, Cambridge/ Massachusetts |
| Mai 1994 | Paris, Musée du Louvre |
| November 1994 | Istanbul, Eski Sark Eserleri Müzesi |
Stipendien und Preise
| 1987 | Sieger im Landeswettbewerb Baden-Württemberg "Alte Sprachen" (Latein, Griechisch) |
| 1988 | Fachpreis Griechisch |
| 1988 - 1992 | Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes |
| 1992 - 1996 | Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes |
| 1996 - 1999 | Postdoktoranden-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft |
| 1998 | Promotionspreis der Universität München |
Wissenschaftliche Mitarbeit
| 1990 | Studentische Hilfskraft am Institut für Altorien tali stik, Universität Münster |
| 1994 - 1996 | Wissenschaftliche Hilfskraft am Altorientali schen Institut, Universität Leipzig |
| seit 1994 | Mitarbeit am Sumerischen Glossar der Universität Leipzig |
| seit 2002 | Mitarbeit bei der Zeitschrift Theologische Rundschau durch Betreuung des Bereiches Antike Religionsgeschichte (in Nachfolge des Religionswissenschaftlers Fritz Stolz, Zürich) |
| seit 2005 | Mitarbeit an der Planung eines Graduiertenkollegs an der Fakultät für Geschichte, Kunst und Orientwissenschaften der Universität Leipzig |
| seit 2007 | Mitglied im Institut für Historische Anthropologie Freiburg e.V. |
Organisation & Verwaltung
| November 2000 | Planung und Durchführung der Tagung "Das geistige Erfassen der Welt im Alten Orient" vom 16.-18.11.2000 in Leipzig (zusammen mit anderen Mitgliedern des Institutes) |
| seit 2002 | Mitglied des Fakultätsrates der Fakultät für Geschichte, Kunst und Orientwissenschaften der Universität Leipzig und verschiedener Kommissionen; derzeit Mitglied der Studienkommission für die BA/MA-Studiengänge |
| April 2005 | Organisation der Jahrestagung der Deutschen Orient-Gesellschaft in Leipzig |
Postdoktoranden-Projekt
| 1996 - 1999 | Auswertung sämtlicher sumerischer, babylonischer und assyrischer Quellen zu Traumtheorie und Traumpraxis im Projekt Traum und Welterleben im Alten Orient unter Einbeziehung hethitischer und ugaritischer Zeugnisse (gefördert von der DFG) |

| 1944 | Geboren am 16. April in Würzburg |
| 1963 | Altsprachliches Abitur am Gymnasium in Kitzingen |
| 1963 - 1965 | Studium der Fächer Orientalistik, Graezistik und Alte Geschichte in Würzburg und Tübingen |
| 1965 - 1971 | Fortsetzung des Studiums in Göttingen |
| 1971 | Promotion in den Fächern Assyriologie, Semitistik und Iranistik |
| 1972 | Wissenschaftlicher Assistent am Seminar für Keilschriftforschung, Göttingen |
| 1975 | Ernennung zum Akademischen Rat |
| 1978 | Ernennung zum Akademischen Oberrat |
| 1973 - 1984 | Zahlreiche Aufenthalte im British Museum, London, zum Studium sumerisch-akkadischer Beschwörungstexte aus Ninive |
1) Fortsetzung der Arbeiten an einer Edition sumerisch-akkadischer
Beschwörungsserien; erschienen ist bereits die Bearbeitung
der Serie sag-ba ("Bann, Bann!", Göttingen 2001).
In Vorbereitung sind Bearbeitungen des 'Compendiums sumerisch-akkadischer
Beschwörungen' sowie der Serien 'Ersatzbildnis', 'Schlimmer
Á-sàg' und 'Kopfkrankheit'. Es bestehen Kontakte
zu ähnlichen Projekten (z. B. die geplante Edition der Serie
`Einreibung' durch B. Böck, Madrid).
2) Beteiligung am Assur-Projekt des Seminars (epigraphische Beratung).
3) Vorbereitung einer Neuauflage der Sammlung akkadischer Logogramme
(Göttingen, 2003).
| Jahrgang 1973 | |
| 1994 - 2001 | Studium der Altorientalistik, Mittelalterlichen Geschichte und Alten Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena |
| 2001 | Magister Artium. Thema der Arbeit: Die Schulgi-Hymne F anhand der Tafel HS 1460 aus der "Hilprecht-Sammlung" |
| Oktober 2001 - März 2002 | Tätigkeit als Koordinator des Jenaer Graduiertenkollegs "Leitbilder der Spätantike" |
| 2001 - 2005 | Promotion zum Thema "Wahrheit und Trug" - Untersuchungen zur altorientalischen Begriffsgeschichte |
| September 2002 - August 2004 | Landesgraduiertenstipendium des Freistaats Thüringen |
| April 2005 - | Mitarbeit am SFB 586 "Differenz und Integration", Arbeitstitel: "Untersuchungen zu Personen und Personenverbänden in der Nippur-Region im 1. Jahrtausend v. Chr." |