Die Versuchsflächen im Solling

Die Versuchsbestände im Solling wurden 1966 im Rahmen des "Internationalen Biologischen Programms" (IBP) in der Nähe der Ortschaft Silberborn ausgewählt. Sie befinden sich auf etwa 500 Meter Höhe über NN. Die jährliche Niederschlagssumme ist mit mehr als 1000 mm pro Jahr höher als auf den anderen Versuchsflächen, die mittlere Temperatur entspricht der montanen Klimazone. In diesem Projekt wurden unterschiedliche Ökosysteme (Buchen- und Fichtenwälder) von Forschern verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen untersucht. Die 1966 begonnenen Stoffhaushaltsuntersuchungen werden bis heute fortgesetzt. Sie brachten grundlegende Erkenntnisse über den Säureeintrag in Waldökosysteme und dessen Auswirkungen auf Boden, Vegetation und Tiere.

Seit 1989, dem Beginn des vom BMFT/BMBF geförderten Forschungsvorhabens "Stabilitätsbedingungen von Waldökosystemen", sind die Versuchsflächen deutlich erweitert worden. Ein neuer meteorologischer Meßturm wurde installiert und ein Experiment zur Buchen-Naturverjüngung eingerichtet. Außerdem wurden neue Flächen zur Problematik der Ökosystemsanierung ausgeschieden und in einem benachbarten 60jährigen Fichtenbestand drei Dächer à 300 m2 zur experimentellen Manipulation des Wasser- und Nährstoffhaushaltes errichtet. Diese Dächer ermöglichen auch Untersuchungen über die Auswirkungen des Treibhauseffektes auf Waldökosysteme, indem man etwa die Niederschlagsverteilung und/oder -intensität verändert.



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